Mir geht es nach einem Shooting meist so, dass man sich spontan in ein paar Bilder verliebt und diese natürlich auch als erstes bearbeitet. Diese Highlights, die in aller Regel sowohl dem Fotografen als auch dem Model am besten gefallen, drängen sich bei der Sortierung und Auswahl beinahe auf. Und das ist toll! Es sind super coole Bilder, die schon auf den ersten Blick gefallen.
Ich habe es mir aber zur Regel gemacht, Bilder eines Shootings nach ein paar Wochen nochmals durchzusehen. Und genau dieser Abstand zum Shooting lässt mich dann die Bilder entdecken, die ebenfalls ein Knaller sind, die aber von den ersten Highlights einfach total erschlagen wurden. Oftmals sind es aber auch Bilder, die vielleicht nicht zu 100% zum damaligen Grundthema des Shootings gepasst haben, für sich genommen aber trotzdem Highlights darstellen, die es ebenfalls verdient haben, bearbeitet und irgendwann veröffentlicht zu werden.
Diese Nachzügler landen bei mir im Ordner „Nachbearbeitung“ und warten dort, bis ich mal die Zeit habe, mich um sie zu kümmern. Leider kommt das viel zu selten vor, dafür mache ich zu viele neue Shootings mit aktuell und neu zu bearbeitenden Bildern. Aber manchmal klappt es dann doch.
Aktuelles Beispiel ist das folgende Bild, entstanden bereits vergangenen Sommer im August, also fast ein Jahr her:

Schaut Ihr Euch auch die älteren Bilder an oder sind ältere Shootings bei Euch komplett abgeschlossen, sobald ihr die ersten Bilder bearbeitet habt?
Moin Moin,
ich schaue auch später nochmal auf die Bilder eines vergangenen Shootings.
Gestern z.B. habe ich noch Bilder aus einem Shooting bearbeitet, welches schon knapp 1,5 Jahre her ist und die ich bei erneuter Durchsicht entdeckt habe.
Gruß
Florian
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Ich mache das zwar nicht wirklich in „geordneter“ Weise, dass Bilder in einen Ordner verschoben werden aber ich streife immermal wieder durch meine Archive und entdecke Schätzchen, für die ich kurz nachdem Shooting einfach noch nicht bereit war. Ich habe jetzt von dem ein oder anderen Fotografen (bisher ganz wenige) gehört, dass sie ihre Bilder sogar teilweise schon gleich beim Shooting löschen wenn sie ihnen nicht gefallen. Das würde mir im Traum nicht einfallen. 😉
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Ja, habe das mit dem direkt löschen auch schon gehört. Für mich auch eine schreckliche Vorstellung!
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Hallo meine Name ist Zoomyboy und ich bin ein Löscher!
Zwar nicht gleich in der Kamera, aber dann bei der Sichtung, wenn das Bild die Sichtung nicht schafft, wird es gelöscht. Nur weil ich das Bild Monate oder gar Jahre aufhebe, wird es nicht besser. Denn ich entwickle mich auch weiter, in welche Richtung auch immer, und die alten Bilder die es damals schon nicht geschafft haben, wie sollen die nun plötzlich meinen Ansprüchen genügen?
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Ah, ein Anonymer-Löscher outet sich. 🙂
Nein, im Ernst, Danke für Deinen Kommentar. Wenn ein Bild natürlich komplett verhunzt ist, also z.B. der Blitz nicht ausgelöst hat, o.ä. führt bei mir schon auch zur Löschung. Aber zu mehr wäre ich nicht bereit, einfach, weil sich meine Fotografie weiterentwickelt, aber eben auch mein „Auge“, meine PS-Künste u. meine Vorlieben.
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Sehe ich auch so. Manche Bilder müssen einfach reifen, daher hebe ich (bis auf die komplett verhunzten natürlich) auch immer alles auf. Speicherplatz kostet schließlich nicht mehr viel. Und oft stöbere ich durch die Archive und entdecke Schätze, die mich früher einfach kalt gelassen haben. Oder Bilder, mit denen ich früher nichts anzufangen wusste, aber die heute genau die richtigen sind. Man entwickelt sich ja auch stetig weiter, sei es in Sachen Geschmack, Technik oder auch in den persönlichen Möglichkeiten der EBV.
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Ich habe mir nach Shootings angewohnt, die Bilder erst mal ein paar Tage gar nicht erst zu betrachten. So verliert man zumindest ein wenig den persönlichen Bezug, die persönlichen Eindrücke des Shootings. Man kann im Anschluss viel objektiver an die Selektion der zu bearbeitenden Bilder übergehen.
Ähnliche Bilder aus einer Serie lösche ich, technisch mißlungene ebenfalls. Auch wenn Festplattenspeicher nicht viel kostet, die Bilderflut im Auge zu behalten fällt doch weit schwerer wenn man zu viel „überflüssige“ Bilder aufbewahrt.
Aber auch ich gehe von Zeit zu Zeit die Bildarchive durch und entdecke in der Tat „neue/alte“ Schätze die mir plötzlich positiv ins Auge springen.
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