Ich hab mal beim Nikon „Ich bin…“ Wettbewerb mitgemacht. Falls jemand mal schauen oder auch gerne voten möchte: http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/39367
Schlagwort: fotografie
Foto-Tipp: Outdoor-Shooting im Gegenlicht
Unter meinem Photo-Post „The Vamp“ wurde ich gebeten mehr über die Technik, insbesondere hinsichtlich der Beleuchtung, zu erzählen. Das stellt mich ehrlich gesagt vor eine gewisse Herausforderung, da ich mich jetzt nicht unbedingt als den Experten für Outdoorshootings bezeichnen würde. Gerne gebe ich in diesem Artikel aber Auskunft, wie ich bei einem Outdoor-Shooting vorgehe.
Betrachten wir uns als erstes eines meiner Lieblings-Outdoor-Bilder, „Balloons in Nature“. Zum gelingen dieses Bildes haben, neben dem genialen Model, drei Punkte beigetragen:
1. Das natürliche Licht: Das Bild ist am Abend gegen 20:00 Uhr entstanden. Für Spätsommer bedeutete das beinahe schon „Blaue Stunde“, zumindest aber war die Sonne (links am Bildrand zu sehen) schon sehr tief am Horizont. Damit hatten wir nicht mit all zu grellem Licht zu kämpfen und die Farbtemperatur und der Himmel waren gigantisch.
2. Die Perspektive: Bei Outdoor-Shooting gehört es auch dazu, dass man extreme Perspektiven ausprobiert. Nur Outdoor ist man so frei was Perspektiven angeht. Man muss nicht die Unschöne Decke im Studio oder das Ende des Hintergrundkartons befürchten. Im Konkreten Falls bin ich im Rasen gelegen und habe das Bild dadurch sehr gestreckt. Die Schrägstellung hat mir gefallen, weil es dem Bild noch mehr Spannung verleiht (was aber natürlich Geschmackssache ist).
3. Das Licht von vorne: Bei einer solchen Gegenlichtaufnahme wie dieser oder der folgenden, muss man für genügend Licht von vorne sorgen. Auf das Warum und Weshalb gehe ich im folgenden noch ein. Im konkreten Fall kommt das Licht von einem entfesselten Nikon SB-600 Blitz der von „meinem“ Assistenten gegen einen Reflektor gerichtet wurde. Der Reflektor hat damit nicht nur das noch vorhandene natürliche Licht auf das Model geworfen sondern den zusätzlichen Lichtbedarf durch den Systemblitz gedeckt.
Warum aber überhaupt ein Blitz von Vorne und nicht das Model auf die andere Seite des Baums setzen, um so das natürliche Licht direkt zu verwenden?
Zum einen stehe ich auf diese Gegenlicht-Effekte, zum anderen wären die Schlagschatten noch immer, trotz der späteren Stunde, zu heftig gewesen. Natürlich hätte ich auch einfach die Blende soweit aufmachen können, dass das Model ohne künstliches Licht korrekt belichtet gewesen wäre. Das hätte aber zur Folge gehabt, dass mir der wunderbare Himmel strahlend weiß ausreißt. Spricht, der Himmel wäre hoffnungslos überbelichtet.
Mein Vorgehen bei einer Aufnahme wie „Balloons in Nature“ oder auch dieser hier,
„Music in Nature“, ist die folgende:
a) Belichtung auf den Himmel: Soll bedeuten, ich stelle Zeit und Blende so ein, dass der Himmel korrekt belichtet wird (Einstellung „M“ an der Kamera). Dabei gehe ich bei der Zeit nicht über die kürzeste Blitz-Synchronzeit meiner Kamera hinaus, was bei Nikon nicht kürze als 1/250sec. bedeutet. Den Rest muss ich mit der Blende abblenden.
b) Der Blitz u. Reflektor hellen auf: Durch meine Belichtungseinstellung auf den, im Vergleich zum Model, helleren Himmel, ist das Model absolut unterbelichtet. Wie stark hängt davon ab, wie heftig das Umgebungslicht noch ist. Diese Unterbelichtung muss jetzt mit dem Blitz und Reflektor ausgeglichen werden. Reicht die Blitzleistung aus, was bei einem Systemblitz schnell nicht mehr der Fall sein kann, könnt Ihr mit dem Shoot los legen. Sowohl der Himmel, also auch das Model sind korrekt belichtet. Sollte die Blitzleistung nicht ausreichen, bleibt euch nichts anderes übrig, als die Blende doch etwas weiter auf zu machen. Der Himmel wird dabei natürlich mehr und mehr überbelichtet. Hier müsst Ihr einen für euch akzeptablen Kompromiss finden (oder einen stärkeren Blitz verwenden).
Was habe ich verwendet?
– Nikon D300 mit einem Standard AF-S DX Nikkor 18-70mm f/3.5-4.5G IF Objektiv
– Nikon SB-600 auf voller Leistung
– Walimex Reflektor-Board 70×100
Zusätzlich und sehr wichtig war hier ein Assistent, der beim halten des Reflektors, Blitzes etc. geholfen hat. Rein mit Stativen zu arbeiten wäre mir hier absolut zu unflexibel gewesen. Insgesamt ist bei einem Outdoor-Shooting, noch weit mehr als im Studio, tolle Team-Arbeit aller Beteiligten gefragt. Deshalb möchte ich mich hier auch ganz herzlich bei „Tante Mimi“ u. Rames bedanken!!
UPDATE (07.07.2012) : Eine neue Gegenlicht-Aufnahme mit gleich drei System-Blitzen u. Making-Of Bild gibt es im Beitrag Sun Beam !
Trotz iPad Bilder noch immer auf Papier
Nennt mir altmodisch, konservativ oder ewig gestrig, aber ich stehe noch immer auf Bilder auf Papier.
Natürlich habe ich auf meinem iPad, iPhone u. Notebook mein gesamtes Portfolio immer griffbereit und nutze diese Mittel auch sehr gerne, um anderen meine Bilder zu zeigen. Ich habe allerdings immer wieder die Erfahrung gemacht, dass beim Betrachter ein Bild z.B. 20×30 cm besser wirkt als ein Bild auf dem iPad.
Mir selbst geht es auch so. Ein Bild ausbelichtet oder gut gedruckt bietet andere Möglichkeiten als die Darstellung auf einem Display. Ich kann es wenden, praktisch Reflektionen entgegen wirken und zu gute Letzt, Prints sind einfach dauerhafter. So viel Backup ich auch machen kann. Die Bilder in gedruckter Form stellen für mir eine Langlebigkeit dar, die mir die neuen Medien erst mal beweisen müssen (Backups hin oder her).
Neben diesen, zugegebener Maßen sehr subjektiven Gründen, finde ich es auch nicht so toll, bei einem Stammtisch oder einer Ausstellung mein iPad unbeaufsichtigt durch die Reihen wandern zu lassen. Da ist es mir noch um einiges lieber eine nette Portfolio-Mappe vorbereitet zu haben.
Klar, solche Prints kosten nach wie vor Geld, für mich ist es die Investition aber Wert!
An dieser Stelle möchte bei Omori ganz herzlich bedanken, der mir einen ganzen Stoß coolen Fotopapiers zukommen hat lassen. Merci!!
Schon mehr, wie nur „hübsche Mädels knipsen“
Wenn People-Fotografen auf Personen treffen, die nichts mit der Foto-Szene zu tun haben, kommt es oft zu folgendem Gespräch:
Herr A.: „Du fotografierst, was fotografierst Du denn?“
Fotograf: „In aller Regel Menschen, im Studio oder Outdoor.“
Herr A.: „Echt, lass mal sehen!“
Fotograf zückt iPhone: „Hier…“
Herr A.: „Wow, cool, lauter hübsche Mädels knipsen, sehr cooles Hobby.“
Wenn dann im Portfolio auch noch Aktfotos sind, ist es eh gelaufen. Nicht selten kommt man sich vor, als wenn man bei ner Peepshow mal eben kurz mit der Kompaktknipse drauf gehalten hätte.
Versteht mich nicht falsch, ich liebe die People-Fotografie und ich beklage mich auch nicht, dass man es mit hübsche Menschen zu tun hat, aber etwas mehr als nur „hübsche Mädels knipsen“ ist es dann doch!
Das fängt schon mit den hübschen Mädels an. Die wollen auch erst mal gefunden und dann für ein Shooting gewonnen werden. Ist ja nicht so, dass einem hier sofort die Studio-Tür eingerannt wird. Dem Punkt habe ich sogar schon einen eigenen Blog-Eintrag gewidmet.
Und dann? Wo soll das Shooting jetzt statt finden? Im Studio ist eine Möglichkeit, die kostet aber einen Arsch viel Geld, das sage ich aus Erfahrung. Dann doch lieber Outdoor?
Klaaaar, dann aber erst mal los ziehen, coole Locations abchecken, herausfinden wann das Licht stimmt etc.
Nicht zu verachten ist auch die Frage, was man denn überhaupt fotografieren möchte. Hübsche Mädels, ja, schon klar. Sollen aber ein paar coole Bilder dabei heraus kommen, die sich etwas vom Standard abheben, muss man sich da vorher schon ein paar Gedanken machen, evtl. Accessoires besorgen, was basteln, organisieren, ….
Und dann das Shooting: Hübsches Mädel ist da, los wird geknipst….. Von wegen! Man hat es mit einem Mensch zu tun. Um gemeinsam coole Ergebnisse zu erzielen ist Teamwork gefragt, evtl. noch zusammen mit einer Visagistin. Man muss auf das Licht achten, auf das Outfit, die richtigen Posen des Models, korrekte Einstellungen der Kamera, super Bildschnitt, klasse Perspektive, fantastische Laune des Models und den eigenen Spaß sollte man dabei tatsächlich auch nicht vergessen.
Und? Ja, stimmt, hübsche Mädels (und Jungens) zu fotografieren macht Spaß! Ein wenig Arbeit gehört aber auch dazu…. 🙂 Musste ich einfach mal los werden. 😉
Hard to Decide – Lustiges Outdoor-Shooting mit Handtasche

Auf Wunsch des Models noch ein Bild aus dem Funny Creepy Shooting, diesmal mit Schäfchen-Handtasche. Ich selbst könnte mich jedes mal wieder selbst kringeln, also in die Bilder nicht zu viel rein interpretieren.
Wie schon erläutert, hat das Shooting im Rosen Park in Darmstadt statt gefunden. Ich habe hier, um den doch etwas starken Schlagschatten zu mildern, mit entfesseltem Blitz und Reflektor gearbeitet.
Hier noch weitere Bilder aus diesem Shooting:
PinUp – HighKey Shooting im PinUp-Stil

Das Thema Pinup war bis jetzt für mich eher ein unbekanntes, als aber Firinn u. die Visagistin -Saya- an mich herangetreten sind, ob wir nicht mal was in dieser Richtung in Verbindung mit meinem Highkey-Stil machen wollen, habe ich mich nicht lange bitten lassen.
Hier das erst Resultat aus dem Shooting mit Model Firinn. Vielen Dank an -Saya- für das Stiling sowie H&M.
Vom Licht und der Bearbeitung weicht das Bild nicht von meinen sonstigen HighKey-Arbeiten ab, auch hier habe ich wieder die wichtigen farbigen Nuancen mit Photoshop heraus gearbeitet. Wäre sonst auch zu schade gewesen.
Hippie – Outdoor Shooting with Mieke

Das erste Bild aus dem super coolen Hippie Shooting mit der wunderbaren Mieke. Die Location ist in der Nähe von Darmstadt, das Wetter war genial und wie hatten verdammt viel Spaß, was will man mehr!
Das Licht ist hier, abgeschattet durch den Wald, von vorne gekommen, die relativ dezenten Schlagschatten wurden mit einem Aufhellblitz gegen einen Reflektor leicht aufgehellt (soweit überhaupt notwendig). Und richtig, damit ist schon verraten, das Gegenlicht habe ich nachträglich eingefügt.
So cool die Bilder auch waren, beim Bearbeitungsstil war ich mir absolut unsicher. Mein üblicher entsättigter Stil kam mir für die Hippie-Zeit nicht sehr passend vor. Deshalb hab ich in Lightroom mal versch. Stile ausprobiert, leider sind dabei 5 übrig geblieben, die alle sehr cool waren. Wie entscheiden?
Das habe ich über Instagram meine Follower gefragt:
Neben den Kommentaren in Instagram, kamen Reaktionen aus Facebook und Twitter. Problem war nur, dass auch dort die Bandbreite von Mitte bis Rechts ging.
Ich habe mich dann, wie oben zu sehen, für die farbige Old-Style-Variante entschieden. Nach einer Nacht überschlafen fand ich, dass das Bild am besten der Zeit und der gewünschten Stimmung entspricht.
Hab ich mich richtig entschieden? Was meint Ihr?
Hot Jeans – Erotisches Boy/Girl Jeans-Shooting
Fight-Club – Girlfight Shooting im Dirtylook

Das nächste Bild aus dem coolen Fight-Club Shooting, diesmal mit beiden Modellen. Das Bild ist wieder im Dirtylook mit einer sehr entsättigten Bearbeitung um die Stimmung zu unterstreichen. Lediglich das rot des „Blutes“ habe ich etwas weniger entsättigt.
Location war wieder im Studio, das Licht kam von zwei Striplights, die rechts u. links vor den Modellen positioniert waren.
Vielen Dank an „meine“ zwei Modelle für die tolle Zusammenarbeit und starke Posing!
Tiger Mask – Portrait von Model TigerVamp
model-kartei.de | Bild von Magistus | Neu: Girlfight | Tiger Mask.
Das dritte Bild aus der Mask-Shooting-Reihe mit Model TigerVamp. Diesmal als Portrait in klassischer HighKey-Bearbeitung und etwas ColorKey um das Gold der Maske hervor zu heben.
Vielen Dank an das Model für die Masken und das coole Shooting!!
Fighter No. 1 – Erstes Bild aus dem Girlfight-Shoot
Hier das erste Bild aus meinem Girlfight-Shooting. Entstanden ist das ganz im Studio vor unserem Grafitti.
Die Bearbeitung fand hier wieder zum Teil in Lightroom und dann in PSE statt, zusätzlich habe ich den Rahmen mit der Mac-App „Vintage Scene“ erstellt und dann in PSE hinzugefügt. Der dunkle Dirty-Look ist natürlich beabsichtigt.
Licht ist hier von einem relativ frontalen Striplight gekommen, das war es dann auch schon.
Mehr aus dem Shooting demnächst in diesem Theater! 🙂
The Mask – Masken Dessous-Shooting mit Model TigerVamp
Ein weiteres HighKey Foto aus dem sehr coolen Masken-Shooting mit Model TigerVamp.
Die Idee mit den Masken kommt vom Model selbst, angehaucht das ganze im Stil von „Eyes Wide Shut“.
Zur Anwendung kam hier wieder meine klassische HighKey-Bearbeitung.


















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