Warum mal Erotik, dann Fine Art oder brav

Heute mal wieder ein paar, hm, nachdenkliche Worte – zum Thema Erotik – Kunst – Art – Fine Art.

Ich werde hin und wieder, wenn ich meine Bilder jemandem Zeige und Sie hier im Blog gesehen werden, mit der Frage konfrontiert, dass dieses oder jenes Bild aber schon eher nur Erotik wäre und nicht mehr so viel mit Kunst zu tun hat. O.k., also Erotik, keine Kunst…

An dieser Stelle könnte man jetzt darüber philosophieren, was Kunst ist bzw. was Kunst eigentlich ausmacht. Möchte ich aber überhaupt nicht.

Schlicht und einfach, weil ich nie den Anspruch hatte oder habe, „Kunst“ zu machen. Mein Anspruch ist es, schöne Bilder für mein Model und für mich zu machen. PUNKT! Zum Glück ist es so, und das finde ich toll, dass die meisten meiner Bilder einer reihe Leute ebenfalls gefällt. Das ist aber nicht das vorrangige Ziel.

Und ja, manche meiner Bilder haben als Hauptstimmung Erotik, in den unterschiedlichen Ausprägungen und Spielarten. Auch das finde ich gut und ist beabsichtigt. Und wenn ich Lust habe, wird es auch einfach mal ein super schönes, absolut braves Portrait. Aber auch das Portrait entsteht, weil es im Moment des Fotografierens passt und gefällt – mir als Fotograf und dem Model.

Insgesamt aber, das ist so, ist man bei mir als Besucher und eben auch als Model falsch, wenn man im Schwerpunkt Beauty oder Fashion Portrait sucht, da gibt es andere, denen macht das mehr Spaß.

Und damit sind wir schon bei einem weiteren wichtigen Punkt. Ich betreibe die Fotografie nicht beruflich. Das gibt mir die Freiheit das zu machen, zu dem ich Lust habe. Das kann sich von Shooting zu Shooting, von Model zu Model ändern. Diese Freiheit genieße ich  und ist mir ungemein wichtig.

So, dass mal zu diesem Thema. 🙂

CC BY-NC-ND 3.0

CC BY-NC-ND 3.0 - Screenshot

Ich bin im Moment ernsthaft am überlegen, ob ich zumindest manche meiner Bilder zukünftig unter der Creative Commons License

CC BY-NC-ND 3.0

veröffentliche. Sprich mit dem Recht, die Bilder zur veröffentlichen und zu verbreiten aber eben nur zu folgenden Bedingungen:

CC BY-NC-ND 3.0 - Screenshot

Die genaueren Details findet man hier: Creative Commons

Warum? Im Grund freue ich mich, wenn meine Bilder anderen Gefallen, möchte aber nicht, dass die Bilder verändert oder kommerziell genutzt werden. Da es auch immer schwerer wird, die Verbreitung bzw. das Posting der eigenen Bilder überhaupt zu verhindert, ist es vielleicht besser die Verbreitung einfach unter eigenen Bedingungen die international Anerkennung finden, zu erlauben. Das mag eine Kapitulation von der Repost-Wilderei  sein, allerdings wird man zu Reposts auf so ziemlich jedem Portal mit entsprechenden Posting-Buttons zu Tumblr, Pinterest, Facebook und/oder G+ gerade zu eingeladen.

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden und muss noch die Konsequenzen bis zum Ende überdenken. Nicht zu letzt, da ich auch die Rechte meiner Models mit berücksichtigen muss. Eventuell wäre auch eine Anpassung meiner TfP-Verträge notwendig, auch wenn ich das nicht mal glaube.

Was haltet Ihr vom Thema Creative Commons? Würde mich wirklich interessieren!

Finger heb! – Ausmisten alter PNs

Diesen Nostalgie-Eintrag habe ich schon gestern vorgeschrieben. Ich habe mal die alten, früher in der MK genutzten PNs (ja, die richtigen PNs, nicht die Konversationsnachrichten die jetzt genutzt werden) durchgeschaut. Im Rahmen der irgendwann erfolgenden Umstellung der MK zum neuen Design, werden diese alten Nachrichten gelöscht werden.

Letzt endlich ist das nicht schlimm, aber eben auch Grund und Anlass in alten Zeiten zu schwelgen.

Alten Zeiten sind dabei relativ. Die erste PN die ich jemals in der MK geschrieben habe, ging am 10.01.2008 an Merlin1, damals wie heute Hauptorganisator des Darmstädter MK-Stammtisch und heute einer meiner Studio-Partner. Und um was ging es, ja, um den Stammtisch. 🙂

Anfang 2008 ging es also los, ja, ich finde schon, dass das die „alte Zeit“ war.

Eine andere Nachricht, über die wir uns noch heute amüsieren, hatte den Betreff „Finger heb!“ und ging an Model Modern Spirit. 🙂 Damals noch ausgesprochen vorsichtig in der Ansprache und recht unspezifisch was das Thema angeht. Aber hej, so schlecht war die Nachricht wohl nicht, wir haben noch heute super coole und geniale Shootings.

Das  mit dem Finger war dann auch schon 2009, dazwischen lagen einige viele Absagen, aber auch schon das ein oder andere Shooting. Aller Anfang ist schwer. 😉

Was mir aber positiv aufgefallen ist, sind die vielen, alten Nachrichten die ich mit Leuten ausgetauscht habe, mit denen ich noch heute befreundet bin und mehr oder regelmäßig sehe oder zumindest, wenn in der Zwischenzeit weg gezogen, Nachrichten austausche. Man kann wirklich sagen, dass die MK für einen Exil-Schwaben in Hessen, gerade was das soziale Umfeld angeht, ein echter Glücksfall war!

An dieser Stelle möchte ich mich einfach mal wieder bei all denen bedanken, die es mir ermöglichen dieses tolle Hobby zu betreiben und mit denen ich zusammenarbeiten darf!

Blümchenknipser

Ich mag den, meist von People-Fotografen des oftmals eher despektierlich genutzten Begriff des „Blümchenfotografen“ nicht – auch wenn ich zugeben muss, dass er auch von mir schon genutzt wurde.

„Blümchenfotograf“ ist oftmals der Begriff für Fotografen, die Natur fotografieren oder, im weitesten Sinn, steht er für alle Fotografen, die nicht Menschen fotografieren.

In der Tat gibt es in diesem Bereich eine unendliche Zahl an typischen Wald-Feld-Wiese-Freizeit-Knipsbildchen, aber gibt es die bei der People-Fotografie nicht auch?

Insbesondere mag ich den Begriff aber eigentlich nicht, weil ich vor den vielen Fotografen, die sich früh morgens auf ins Feld machen und mit viel Geduld, Know-How und Liebe zur Natur den Hut ziehen muss. Mich begeistern die umwerfend scharfen, auf oftmals große Entfernung aufgenommenen Bilder von Tieren und ich bin oftmals total geflasht von den Wahnsinns Makro-Fotografien von Insekten oder Blumen. Nicht nur, dass ich niemals die Geduld für diese Art der Fotografie aufbringen würde, ich würde mich wahrscheinlich nie motivieren können, die Mühen einer Pirsch und das lange Warten auf mich zu nehmen.

Deshalb finde ich es schön, in 500px oder auch der Fotocommunity von tollen u. begeisterten Fotografen immer wieder aus den unterschiedlichsten Bereichen der Fotografie, nicht zu letzt eben auch aus den Bereichen von denen ich keine Ahnung habe, begeistert und überrascht zu werden.

Diese Vielfalt macht die Fotografie aus und nicht zu letzt, weil jeder seine Nische in der Fotografie finden kann, ist die Fotografie für mich eines der schönsten und kreativen Hobbies die man haben kann.

Das musste jetzt einfach mal gesagt werden… 🙂

If you don’t like it don’t look at it

Heute mal ein paar Gedanken über all die Weltverbesserer da draußen im Internet, die meinen andere zum Schutze der Menschheit oder deren Seelenheil vor bösem bewahren zu müssen. Ich spreche von den Menschen, die unaufgefordert jeden der es wissen oder meist nicht wissen möchte, darüber aufklären, dass das, was der oder diejenige gerade tut, sei es Bilder in Facebook zu posten, überhaupt böse Bilder zu erstellen oder frei seine Meinung zu äußern aus diesen oder jenen Gründen vollkommen dumm, daneben, abartige und/oder böse ist.

Selbstverständlich ignorieren diese Menschen, dass sich vielleicht der Angesprochene, dem Teufel anheim gefallene Mensch sich über seine „Tat“ durch aus bewusst war.

Besonders nerven tun mich hier Menschen, die nicht nur ihre Meinung äußern, sondern in den einschlägigen, leider meist amerikanischen Netzwerken die Werke anderer flaggen. Flaggen? Das bedeutet, man weißt den Betreiber darauf hin, dass ein Bild nicht den Regeln entspricht. Selbstverständlich entsprechen die Bilder aber in den meisten Fällen einfach nur dem persönlichen Geschmack nicht. Dumm nur, dass die meisten Social Networks, Instagram (Facebook-Tochter) ist da ein hervorstechendes Beispiel, null darum scheren, ob ein Bild tatsächlich nicht den Regeln entspricht. Bilder die geflaggt werden, werden eben gelöscht.

Warum tun Menschen sowas? Aus Engstirnigkeit oder weil sich tatsächlich missionarisch versuchen, die Welt nach ihren Vorstellungen „zu verbessern“?

Eigentlich sollte es doch ganz einfach sein! Wenn ein Bild, in aller Regel als sehr kleine Voransicht (Thumbnail) angezeigt, eventuell in meinen Augen etwas böses, verwerfliches oder unanständiges darstellt, dann klicke ich einfach nicht drauf. Aus die Maus! Ist doch eigentlich nicht so schwer!!

Aber nein, selbstverständlich wird drauf geklickt, sich drüber aufgeregt, dem Poster die selbstverständlich allumfassend korrekte Meinung gegeigt und…. GEFLAGGT!

Scheiße, ich kann nicht sagen, wie mich dieses Zensur-Instrument und das vollkommen gedankenloses Umgehen auch der Betreiber damit nervt!

Wie steht Ihr zu diesem Thema?

Wie Fotografen u. Models Bilder auswählen

Ich gehöre zu den TfP-Fotografen, bei denen die Models mit denen ich geshootet habe, mindestens 3 Favoriten aus den geschossenen Bildern auswählen dürfen, die ich dann bearbeite. Dabei überlege ich doch immer wieder Überraschungen, weil manchmal Bilder ausgewählt werden, an die ich Never-Ever auch nur gedacht hätte. Neutral betrachtet ist das wohl nicht ungewöhnlich, schließlich gibt es doch erhebliche Unterschiede in der Betrachtungsweise, nach denen man Bilder bewertet:

Fotograf:

  • Fototechnische Perfektion – Schärfe, Schnitt, Licht, Farben, Schatten
  • Posing: Ist was ungünstig angeschnitten (abgeschnitten), Glanz in den Augen
  • Erotik – Ist das Bild erotisch und soll es das sein (hier kommt noch der Unterschied Mann-Frau zum tragen)?
  • Gestaltungsmöglichkeiten bei der Nachbearbeitung
  • Präsentationsmöglichkeiten auf der SC

Model:

  • Figur: Ist das Foto vorteilhaft aufgenommen (sieht man dick / dünn aus)?
  • Liegen die Haare richtig?
  • Kuckt man schön – Wie ist die Mimik?
  • Wurde die Schokoladen-Seite aufgenommen?
  • Sieht man zu viel?

Ja, natürlich gibt es in der Betrachtung und Bewertung Überschneidungen und je professioneller eine oder beide Parteien sind, desto größer sind diese Überschneidungen in der Betrachtung.

Es gibt zusätzlich aber noch einen sehr wichtigen Punkt:

Die Geschmäcker sind verschieden!

Denn neben all den oben genannten, mehr oder weniger kategorisierbaren Kriterien, läßt sich über Geschmack bekanntlich vortrefflich streiten. Schon alleine deshalb ist es sicherlich nicht ungewöhnlich, dass man nicht immer bei jedem Bild die selbe Einschätzung hat. Wäre sonst ja auch sehr langweilig.

In der Praxis ergibt sich in aller Regel dann allerdings eine recht unkomplizierte Situation. Da es den Models, ebenso wie mir, in aller Regel selten Möglich ist, sich für nur 3 Bilder aus allen fotografierten Shooting-Bildern zu entscheiden, bekomme ich meist eine Auswahl von 5-10 Bildern die alle gute gefallen. Vergleicht man diese Auswahl mit meiner Auswahl an Top-Bildern, kam es bis jetzt noch nicht einmal vor, dass es hier nicht eine gemeinsam Menge an Bildern gibt, die uns beiden am besten gefällt. Die Wahl für die Bearbeitung steht dann fest!

Ich weiß, dass sich viele Fotografen die Auswahl der Bilder komplett selbst vorbehalten, trotzdem würde es mich interessieren, wie Ihr vorgeht! Wählt Ihr selber aus oder hat das Model Mitspracherecht?

Ich hab keine Ahnung…

Magistus Emoticons Quer

…was ich heute posten soll!

Das kommt nicht oft vor, meist habe ich sogar ne ganz Reihe an möglichen Themen und natürlich ne ganze Menge an Bildern die ich hier zeigen und beschreiben möchte.

Heute bin ich allerdings bei ner Hochzeit guter Freunde eingeladen und mache dort auch die Hochzeitsbilder. Sprich, was ihr im Moment lest, habe ich bereits vorgeschrieben und wurde dann via WordPress-Schedule  automatisch gepostet. Jetzt kann man sich fragen, warum ich denn dann nicht einfach ein neues Bild poste. Gute Frage und in der Tat hätte ich eine ganze Latte an Bildern die ich hier noch zeigen werden.

Mein Workflow was das posten neuer, aufwändig bearbeiteter Bilder aus Photoshootings angeht, ist der, dass ich neben dem Post hier im Blog das Bild mindestens auch in der Model-Kartei poste. Oftmals folgt auch ein Post in der Fotocommunity und 500px. Diese Posts sind aber leider, oder auch zum Glück, denkt man an Spam, nicht möglich. Deshalb als, keine Bilder heute, sorry! 🙂

Na ja, und zugegebener Maßen ist es auch so, dass ein Post am Samstag oftmals extrem wenig beachtet werden. Schaue ich meine Statistik des letzten Jahres an, ist der Samstag einer der schwächsten Tage überhaupt.

However, that’s it, morgen gibt es gegen Abend einen neuen Post inkl. Bild. Zumindest ist das der Plan…. 😉

Thinking about – Model-Kartei.de

Ich freue mich schon auf das Model-Kartei.de Sommerfest heute Abend und bin gleich ausnahmsweise Begleiter bei einem sicherlich interessanten Shooting. Ich freue mich wirklich auf das Fest und einen hoffentlich coolen und entspannten Tag u. Abend.

Grund genug, hier mal eine Lanze für die Model-Kartei zu brechen. Ja, die MK hat, wie alle Communities u. Foren einige Trolle die immer wieder für Kopfschütteln sorgen und ja, die Models sind auch hin und wieder unzuverlässig, ebenso wie so mancher Fotograf. Und ja, viele Bilder sind Schrott.

ABER, diese eben genannten Punkte sind die Probleme im Grunde aller ähnlich gearteten Plattformen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger stark ist die Model-Kartei davon betroffen.

Die Model-Kartei ist aber eben auch die größte Plattform für Models u. Fotografen für den deutschsprachigen Raum. Nirgendwo sonst findet man so einfach, schnell und auf einer Plattform Models, Fotografen oder Visagisten. Nirgendwo sonst kann man einfach Kontakte knüpfen. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht, denn mindestens 90% allermeiner Shootings haben Ihren Ursprung irgendwann mal in der MK gehabt.

Denn taucht man etwas tiefer ein, betreibt Networking, geht vielleicht auch mal zu lokalen Events oder Stammtischen, kann mich sehr schnell ein Netzwerk aufbauen auf das man sein Hobby aufbauen kann.

Nein, die MK ist keine Plattform um groß raus zu kommen, auch wenn es wirklich herausragende Fotografen, Models u. Visas in der MK gibt. Trotzdem, es ist keine Business-Plattform. Aber, man kann mit und über die MK viel Spaß haben und tolle Leute kennen lernen. Und, zumindest ist es bei mir so, Freundschaften schließen.

Was andere auch sagen mögen, ich finde die MK geil!

Und ich schreibe das jetzt nicht, damit mir Hendrik (MK Cheffe) heute Abend einen ausgibt.

Hm, obwohl, ….  🙂

Akt, aber ohne Veröffentlichungsrechte

Neulich habe ich auf einer Sedcard in der MK folgenden Satz gelesen:

„Ab Teil-Akt Shooting nur ohne Veröffentlichungsrechte“

Selbstverständlich gibt es dann Teil-Akt und Akt auch nur als PAY-Shooting.

Versteht mich nicht falsch, der Markt macht den Preis und natürlich hat jedes Model das recht die Bedingungen unter denen sie shootet selbst und frei festzulegen. Trotzdem stellen sich mir bei einem solchen Spruch die Nackenhaare auf.

1. Frage: Welchen Grund sollte der Knipser haben für Akt-Bilder auch noch Geld zu zahlen ohne die Bilder nachher veröffentlichen zu dürfen? Richtig, die Gründe sind wenig erbaulich und würden mich als Model mal eher abschrecken!

2. Frage: Welche Gründe sollte ein Model haben, sich für Geld zwar nackt zu machen und fotografieren zu lassen, dann aber die Bilder nicht veröffentlicht sehen zu wollen. Entgegen Punkt 1, kann es bei Pay-Shootings bei denen der Fotograf bezahlt wird, ganz klar den Grund geben, dass man von sich oder den Freund schöne aber eben private Bilder haben möchte. Soweit so gut! Möchte ein Model für solche Bilder Geld haben, bedeutet das für mich als Fotografen, a) das Model steht nicht hinter dem was sie tut, b) sie macht es nur des Geldes wegen und c) das kann doch nur Ärger geben und d) die Motivation coole Bilder zu machen ist gleich 0 es geht nur um b).

Egal aus welcher Richtung betrachtet, irgendwie finde ich es traurig und auch sehr schade, da auch Bilder in diesen, zugegeben freizügigen oft erotischen Bereichen wunderschön, ästhtisch und absolut vorzeigbar sein können. Allerdings wohl eher nicht von Knippsern, auf die sich die Frage 1 bezieht. Insofern schließt sich wohl wieder der Kreis.

Wie auch immer, ich finde so einen Satz insgesamt mehr als komisch und das meine ich nicht im humoristischen Sinne!

Was denkt Ihr zu dem Zitat, bin ich da zu empfindlich?

Es darf kommentiert werden…

Ja, ich hasse auch Jammer-Threads oder Frust-Postings, aber heute ist es bei mir auch mal wieder soweit.

Seit geraumer Zeit stelle ich fest, dass in eigentlich allen Plattformen, evtl. Faebook ausgenommen, immer weniger kommentiert wird. Klar, Über das Thema hab ich schon vor einiger Zeit mal geschrieben und mir ist bewusst, dass Kommentare im Grunde nicht sehr viel aussagen. Wie ich damals aber schon geschrieben habe, ist ein Kommentar, z.B. unter ein Bild oder ein Blog-Beitrag immerhin eine Art der Aufmerksamkeit, die der Betrachter dem Fotografen / Model /Blogger geben kann.

Nur, wie gesagt, davon sieht man immer weniger. Und das ist bedauerlich, denn, ganz klar, etwas Positiv-Feedback motiviert. Und wenn man dann sieht, wie wirklich coole Bilder einfach komplett ohne Feedback bleiben, auch wenn sie durchaus häufig betrachtet wurden, macht mich das, hm, traurig.

Woran kann man diese Änderung im Verhalten der Internet-Nutzer fest machen? Ich denke, dass es insbesondere an den Möglichkeiten liegt, in der Zwischenzeit zu jedem Furz sein Kommentar abgeben zu können. Bestellt man ne Pizza – Kommentar und Sternchen, Bestellt man bei Amazon oder eBay – Kommentar und Sternchen ….. Klar, dass durch die Inflationäre Verwendung von Kommentarmöglichkeiten manches zu kurz kommt. Insbesondere dann, wenn man sich die Mühe machen muss, richtig was zu schreiben anstatt einfach nur einen Gefällt-Mir-Button zu drücken.

Nein, mir gefällt das nicht, muss aber selbst an mir arbeiten dort wieder etwas zurück zu geben wo ich die Mühe anderer erkenne. Und vielleicht lieber einmal weniger die letzte Pizza-Lieferung zu bewerten.

So, Schluss mit der Nörgelei!

P.S.: Auch zu diesem Beitrag kann man Kommentare abgeben…. 😉

1001

Small Header - 1001 Artikel Jubiläum - Feuerwerk

Es ist mal wieder Zeit mir selbst auf die Blogger-Schulter zu klopfen! 🙂

Dieser Artikel ist tatsächlich der 1001. Artikel den ich für diesen Blog geschrieben haben. 1001, wow, was für ne Zahl. Mich würde ja mal interessieren, wie viel Zeit mich das wirklich gekostet hat. Trotzdem, für mich hat es gelohnt und die meiste Zeit hat es auch sehr viel Spaß gemacht. Mal abgesehen von ein paar Hängern habe ich fast ausnahmslos mindestens einmal die Woche gebloggt, sehr häufig sogar täglich.

Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass das immer einfach von der Hand geht. Bloggen bedeutet Zeit zu investieren, Artikel zu planen und eventuell vor zu schreiben, sich Material zu besorgen und sich für ein Thema zu begeistern. Ohne eine Kombination aus alle dem und ohne positivem Feedback würde es sonst nicht funktionieren.

Ich finde es immer wieder schade sehen zu müssen, wie viele ambitionierte Blog-Projekte u. Ideen unheimlich schnell das Zeitliche segnen. Viele stellen sich das Bloggen einfach zu simple vor. Anderen fehlt die Geduld dran zu bleiben, bis man wirklich Feedback bekommt.

Noch viel trauriger stimmen mich die vielen alteingesessenen Blogs die mich lange begleitet haben und dann irgendwann doch aufgegeben wurden. Ich war selbst schon kurz vor dem Punkt, 2010 auf 2011 hatte ich mehrere Monate nichts mehr gepostet. Irgendwann hat mich das Bloggen aber doch wieder gepackt.

Habt Ihr, liebe Leser, selbst schon mal gebloggt? Woran lag es, dass Ihr nicht dabei geblieben seit? Oder bloggt ihr noch immer? Was motiviert Euch und wo ist der Blog zu finden? Ich bin auf Euer Feedback sehr gespannt!

Ein Fotoapparat genannt iPhone

Fotoapparat genannt iPhone - Photo Apps - SMALL HEADER

Bedenkt man, dass ein aktuelles iPhone mit seiner winzigen Kamera und der Standard Photo-App eine bessere Auflösung hat, als die DSLR, die ich noch vor ein paar Jahren verwendet habe (immerhin nicht mehr, als meine aktuelle Nikon), finde ich es nicht mehr überraschend, wenn man in Umfragen zur Fotografie bei der verwendeten Kamera auch nach dem iPhone gefragt wird.

Ich hatte bis vor gut einem Jahr immer eine kleine kompakte Knippse für unterwegs mit in der Tasche, die DSLR war mir für Geschäftsreise oder einfach mal so in die Stadt gehen einfach zu klobig. Seit einiger Zeit mache ich das aber nicht mehr. Das iPhone hat hier ganz klar die kompakte Kamera ersetzt.

Schaut man sich dann die vielen witzigen, coolen Photo-Apps an, die es im AppStore gibt, verwundert es nicht, warum so viele Bilder in Facebook u. anderen sozialen Netzwerken gepostet werden, oftmals sogar erstaunlich coole Bilder.

Ich halte es für zu abwertend, wenn man Bilder mit automatischen Filtern (Retro ist in) von vorn herein als Knipps-Müll bezeichnet. Trotz dieser Vielzahl an automatischen Helfern bleibt es doch noch immer dem Nutzer/Knipser/Fotograf überlassen, den passenden Moment abzuwarten, den Auslöser zu drücken und den besten Ausschnitt zu wählen!

Ich selbst nutze das iPhone hauptsächlich für private Schnappschüsse und einfach Spaß, zudem auch, um meine Social Media Aktivitäten zu beleben oder meine Shootings zu dokumentieren. Hier ein paar Apps, die ich regelmäßig einsetze:

  • Apples iPhone Photo App: Die darf in der Liste nicht fehlen, ist die von Hause aus mitgelieferte App doch noch immer eine sehr gute Wahl für Standard-Bilder oder für Filmaufnahmen. Auch die HDR-Funktion finde ich bereits hier ausgesprochen gelungen. Ich nutze die App, wenn es schnell gehen soll oder ich einen Film aufnehmen möchte.
  • Instagram: Gans klar mache ich die meisten Bilder mit Instagram. Schon ganz am Anfang, als von Instagram noch nicht viele dabei waren, war ich dort aktiv. Ich nutze die App hauptsächlich dann, wenn ich was für Facebook, Twitter oder Flickr aufnehmen möchte. Regelmäßig recycle ich dort aber auch ein paar ältere Bilder aus Shootings, die ich dann nochmals in Flickr u. Twitter poste, und natürlich im Instagram eigenen Bilder-Netzwerk, klar. Die meisten meiner Instagram-Bilder kann man unten im Blog als Stream sehen.
  • Hipstamatic: Eine der ebenfalls sehr bekannten Photo-Apps auf dem iPhone, mit der Möglichkeit über versch. Retro-Filme, Blitze u. Objektive eine ganz individuelle Kombination an Retro-Filtern zu bauen. Hipstamatic ist an sich sehr cool. Was mich allerdings stört, ist das „Retro-Feeling“ eines sehr kleinen Suchers, was das Fotografieren mega ungenau macht. Zudem dauert die „Entwicklung“ der Bilder ebenfalls „retro-lange“. Allerdings kann man von dieser App direkt nach Instragram (aber auch zu FB, etc.) posten. Ich nutze trotzdem in der Regel eher Instagram.
  • IncrediBooth: Aus dieser App habe ich hier schon häufiger ein paar super witzige Portrait-Reihen gepostet. Oft nutze ich die App für ein paar lustige Bilder nach einem Shooting. Die App macht einfach sehr viel Spaß! 🙂
  • Zeitraffer: Ist eine coole App für Making-Offs. Hin und wieder, wenn es vom Shooting-Thema her passt und das Model nichts dagegen hat, lass ich das iPhone mit dieser App einfach alle 2 Sekunden ein Bild schießen und anschließen ein Video produzieren. Es ist manchmal sehr witzig, was für coole Videos daraus entstehen können!
  • 8mm: Von wegen Videos, 8mm ist eine Retro-Film-App, sprich man kann damit Filme im Retro-Stil drehen. Das Teil ist wirklich sehr witzig, eignet sich allerdings weniger für dokumentarische Aufnahmen. Just have Fun!
  • Animoto: Hierbei handelt es sich eigentlich weniger um eine Kamera-App. Allerdings kann man mit Animoto sehr einfach sehr coole, animierte und mit Musik hinterlegte Slideshows bauen. Dabei greift Animoto auf die Foto-Library des iPhones zu. Ich finde das Teil wirklich sehr cool und habe dort auch einen Pay-Account.
  • Viddy: Hierbei handelt es sich um ein Art Instagram für Filme. Allerdings für Filme mit einer maximalen Länge von 10 Sekunden. Ich finde die 10 Sek. etwas sehr kurz, insgesamt macht die App aber einen guten Eindruck. Leider ist die Anzahl der User noch relativ gering. Viddy bietet allerdings ein paar gute Filter für Video-Filme. Ich glaube, hier könnte sich noch was entwickeln.

So, das war meine Liste der coolen Photo-Apps auf meinem iPhone.

Was könnt Ihr denn empfehlen, welche Photo oder Video-Apps nutzt ihr meistens auf dem iPhone?