UV-Painting – Shooting im Dunklen

Painting by Farbtraeume.com - Photo by Magitus
Painting by Farbtraeume.com - Photo by Magitus
Painting Farbtraeume - Photo Magistus

Shooting im Dunkel? Nicht ganz, korrekte wäre Shooting bei Schwarzlich (auch UV-Licht genannt). Normalerweise kennt man den Effekt aus Clubs u. Partys, bei denen bei bestimmten Lighteffects weiße Kleidung anfängt stark zu leuchten. Genau diesen Effekt macht sich auch das UV-Painting zu nutze.

Dabei wird mit Bodypainting-Farbe (z.B. von Diamond FX oder Kryolan) benutzt, die im UV-Bereich fluoresziert, also einen ganz besonderen Leuchteffekt verursacht. Im normalen Licht ist ein reines UV-Painting eher blass und matt, also bei weitem nicht so farbstark wie klassische Paintings.  UV-Paintings entfalten ihren Reiz erst bei Dunkelheit und der Beleuchtung mit UV-Lampen. Besonders interessant dabei ist, dass die Körper, die das Painting tragen, im Grunde nicht zu sehen sind. Sehen kann man ausschließlich die bemalten Flächen.

Painting Farbtraeume - Photo Magitus
Painting Farbtraeume - Photo Magitus

Damit ist es dem Painter möglich, Figuren zu kreieren, die nichts mehr mit dem eigentlichen Träger zu tun haben. Eine Kombination aus zwei Model wird zu einem einzigen leuchtenden Objekt.

Eine Faszination, der sich kein Betrachter und natürlich auch kein Fotograf entziehen kann. Und zugegebener Maßen von größtem Reiz, wenn man diese Kunst live miterleben darf.

Die Kunst festzuhalten ist für den Fotografen nicht ganz einfach, da das fotografieren von UV-Paintings etwas vom Lehrbuchpfad der Fotografie abweicht. Schließlich ist es dunkel und die UV-Farbe, auch mit starken UV-Scheinwerfern beleuchtet, scheinen nie so hell, wie man es bei Shootings mit einer klassischen Tageslichtsituation gewöhnt ist. Optimale Aufnahmebedingungen sehen also anders aus!

Der Versuch, mit einem Blitz mehr Licht in die Szene zu bringen (immer wieder bei Events zu sehen), schließt sich komplett aus. Der Blitz hellt zwar die Szene insgesamt in der Tat auf, allerdings wird die Wirkung des UV-Lichts komplett aufgehoben und die eigentliche Arbeit des Painting-Künstlers zerstört.

Painting Phoenix - Photo Magistus
Painting Phoenix - Photo Magistus
UV-Lichtset
UV-Lichtset

Deshalb bleibt nichts anderes, als einen Kompromiss zwischen Verschlusszeit, Blende u. ISO zu finden um die UV-Farbe (und nur diese) optimal zu belichten. Man arbeitet hier im manuellen Modus (M). Ich habe mit 1/30 Sek. bei f/4.2 u. ISO 1600 sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit kann ich die Kamera noch einigermaßen ruhig halten und bei meiner Nikon D300 ist das Rauschen noch vertretbar. Übrigens geht das Rauschen und auch ein klein wenig Unschärfe etwas im Painting unter, was durch den Fluoro-Effekt bedingt ist.

Ein improvisiertes UV-Lichtset mit vier UV-Neonröhren könnte dann so aussehen (im Vordergrund ist noch der Painting-Entwurf zu sehen:

Ihr wollte selbst mal was mit UV-Painting machen? Fragt bei entsprechenden Bodypainting-Künstlern nach! Die Paintings dieses Artikels wurde gemacht von Farbtraeume u. von Phoenix Bodyart.

Vielen Dank an Michi u. Sabrina für die geniale Arbeit und an Voluta, Tante Mimi, Rames u. Marco für die großartige Model-Arbeit.

Juggling – Ein weiteres Outdoor-Jonglage-Photo

Jougling -- copyright by Magistus
Jougling -- copyright by Magistus
Jougling — copyright by Magistus

Ein weiteres Foto aus dem coolen Jonglage- u. Artistik-Shooting Outdoor in der Natur, bzw. hier auf stillgelegten Bahnschienen.

Die Jonglage habe ich hier durch die nicht entsättigten Bälle hervorgehoben.Das ganz als Available-Light, allerdings aufgehellt doch zwei entfässelte Systemblitze.

Vielen Dank an Jeremy Show für die coole Action!

Hier noch weitere Bilder aus diesem Shooting:

Firedancer - © by MagistusJuggling - copyright by Magistus

Red Powder – Mein erstes Puder-Shooting

Red Powder - © by Magistus
Red Powder - © by Magistus
Red Powder – © by Magistus (click for full-size!)

Jupp, ich habe jetzt auch ein Puder-Shooting gemacht. Schon immer habe ich die coolen Bilder bewundert und hatte so ein Shooting schon lange geplant. Und, so viel ist sicher, ein Puder-Shooting will geplant sein.

Für mein Puder-Shooting habe ich mir im Künstlerbedarf 1kg rotes Pigment bestellt. Das äußerst kräftige Pigment war vollkommen ausreichend, um es mit 4kg Mehl zu strecken. Und ich kann sagen, die 4kg haben wir dann auch gebraucht.

Neben dem eigentlichen „Puder“ stellte sich die Frage der Location. Ohne Frage war das Shooting nicht im Studio möglich und mangels passender Inhouse-Möglichkeit sind wir in den Wald gegangen. Outdoor kommt an sich natürlich sehr cool, nur sollte es einigermaßen windstill sein. Es ist unglaublich, wie die Pudermischung verweht wird und die 1kg Pigment auf 4kg Mehl noch färben können.

Eine passende Location und jede Menge Puder helfen aber nichts, wenn man nicht jemand hat, der das Puder auf das Model schleudern kann. Deshalb, ohne Assistent geht es nicht. Wir haben zusätzlich die Erfahrung gemacht, dass es auch sehr cool kommt, wenn das Model selbst mit Puder wirft. Im Nachhinein würde ich wohl noch einen zweiten Assistenten empfehlen, um das Model wirklich von beiden Seiten zu bewerfen. Damit könnte man wohl eine noch gleichmäßigere Wolke erzeugen.

Tja, und dann natürlich das Model. Klar sollte das Model keine Angst haben, mit farbigem Pulver beworfen zu werden und entsprechend leidensfähig sein. Ebenso wichtig ist aber auch ein Model mit gutem und sicherem Posing. Den richtigen Moment der Pulverwolken-Ausbreitung abzupassen ist schon schwer genug, dann aber noch Posen korrigieren zu müssen ist fast unmöglich.

Ja, dann kann es los gehen. Und es ist wirklich eine riesen Sauerei, macht aber, bei einem guten Team auch jede Menge Spaß. Ich bin mit den Ergebnissen und vor allem der tollen Teamarbeit sehr zufrieden. Einzig hatte ich mit Schlagschatten im Gesicht zu kämpfen, die Teilweise durch die Wolke entstanden sind. Aber gut, das nächste mal nehme ich ein höhere Stativ mit. 🙂

Mein riesen großer Dank geht an Tante Mimi u. Rames für die wie immer geniale Zusammenarbeit!!!

Firedancer – Outdoor Feuerjonglage-Shooting

Firedancer - © by Magistus
Firedancer - © by Magistus
Firedancer - © by Magistus

Feuer kommt einfach immer spannend, wenn damit jongliert wird, ist das natürlich noch cooler. Hier ein Bild aus meinem Jonglage-Shooting, diesmal mit Feuer.

Leider waren die Lichtverhältnisse, wir schon mal erwähnt, alles andere als optimal, weil noch viel zu hell. Dennoch ist das Foto sehr spannend geworden, wie ich finde. Mein Dank gilt hier insbesondere und einmal mehr dem Model für die tolle Arbeit.

 

Juggling – Cooles Jonglage-Shooting Outdoor

Juggling - copyright by Magistus
Juggling - copyright by Magistus
Juggling - copyright by Magistus

Ende Mai hatte ich dich coole Gelegenheit mit zwei richtig guten Jongleuren und Artisten zusammen zu arbeiten. Hier das erste Bild aus dem Shooting, von mir ins Sepia gezogen um die Farben der Keulen zu betonen.

Leider musste das Shooting schon relativ früh am Nachmittag stattfinden, weshalb ich sehr mit dem extremen Licht zu kämpfen hatte, nichts desto trotz eine sehr spannende Aufnahme wie ich finde.

In the Corner – HighKey Gothic Shooting

In the Corner - copyright by Magistus
In the Corner - copyright by Magistus
In the Corner - copyright by Magistus

Ich freue mich immer, wenn man mit einem neuen Model zuverlässig coole Bilder machen kann, was hier definitiv der Fall war. Um die von mir gerne genutzten harten Kontraste von Schwarz auf Weiß zu bekommen, ist natürlich ein Shooting im Gothic-Style optimal und hat hier ausgezeichnet funktioniert.

Mit der großen Freifläche hat das Bild einen ganz eigenen, für mich sehr interessanten Charakter und, na ja, das mit dem Rahmen ist halt eine von mir sehr geliebte Spielerei, die in meinen Augen eine gewissen Dreidimensionalität erzeugt.

Tough Look – Close-Up Portrait mit Systemblitz

Tough Look - copyright by Magistus
Tough Look - copyright by Magistus
Tough Look - copyright by Magistus

Dieses Close-Up Portrait ist bei einem Outdoor-Shooting (mehr Bilder folgen) entstanden, ist also nicht mit Studio-Licht ausgeleuchtet. Statt dessen habe ich hier mit Available Light und zwei entfesselten, via Funkauslöser angesteuerten, Systemblitzen gekommen.

Das ganze habe ich dann mit Lightroom entsättigt, etwas knapper beschnitten und den Hintergrund abgedunkelt. So liegt der Fokus nur noch auf dem Gesicht.

Make-up kommt hier vom Model selbst, was natürlich bei einem Shooting ein echter Glücksfall ist.

Black Bound – Fetish Art in HighKey

Black Bound - © by Magistus
Black Bound - © by Magistus
Black Bound - © by Magistus

Das vorerst letzte Bild aus meinem coolen Fetish-Shooting. Hier wieder in HighKey bei der die extreme Perspektive die Stiefel betont. Bei der Schnürung handelt es sich um eine einfache Diamant-Schnürung, eine entsprechende Anleitung findet man massenhaft im Internet.

Licht und Bearbeitung bietet keine Überraschung zu meinen anderen HighKey-Bildern. Lediglich der extreme Schwarz/Weiß-Kontrast der glänzend schwarzen Stiefel und der Latex-Handschuhe, passend zu den schwarzen Haaren und dem schwarzen Seil machen hier den extremen Kontrast aus.

Hier noch weitere Bilder aus dem Fetish-Shooting:

Fetish Kick - copyright by MagistusBlack Hands - by Magistus (click on Picture vor XXL)

HighKey Lingerie – Close-Up Picture in Black & White

HighKey Lingerie - © by Magistus
HighKey Lingerie - © by Magistus
HighKey Lingerie - © by Magistus

Ein weiteres sehr cooles Dessous-Bild aus meinem HighKey Shooting mit einem wirklich tollen Newcomer-Model.

Mir gefällt hier die Intimität die zwischen Model u. Betrachter durch den engen Schnitt und tiefe Perspektive entsteht.

Bearbeitung u. Licht wie immer bei meinen HighKeys, hier allerdings mit einem sehr flach gestellten Frontal-Licht.

Foto-Tipp: Outdoor-Shooting im Gegenlicht

Balloons in Nature - copyright by Magistus

Unter meinem Photo-Post „The Vamp“ wurde ich gebeten mehr über die Technik, insbesondere hinsichtlich der Beleuchtung, zu erzählen. Das stellt mich ehrlich gesagt vor eine gewisse Herausforderung, da ich mich jetzt nicht unbedingt als den Experten für Outdoorshootings bezeichnen würde. Gerne gebe ich in diesem Artikel aber Auskunft, wie ich bei einem Outdoor-Shooting vorgehe.

Balloons in Nature - copyright by MagistusBetrachten wir uns als erstes eines meiner Lieblings-Outdoor-Bilder, „Balloons in Nature“.  Zum gelingen dieses Bildes haben, neben dem genialen Model, drei Punkte beigetragen:

1. Das natürliche Licht: Das Bild ist am Abend gegen 20:00 Uhr entstanden. Für Spätsommer bedeutete das beinahe schon „Blaue Stunde“, zumindest aber war die Sonne (links am Bildrand zu sehen) schon sehr tief am Horizont. Damit hatten wir nicht mit all zu grellem Licht zu kämpfen und die Farbtemperatur und der Himmel waren gigantisch.

2. Die Perspektive: Bei Outdoor-Shooting gehört es auch dazu, dass man extreme Perspektiven ausprobiert. Nur Outdoor ist man so frei was Perspektiven angeht. Man muss nicht die Unschöne Decke im Studio oder das Ende des Hintergrundkartons befürchten. Im Konkreten Falls bin ich im Rasen gelegen und habe das Bild dadurch sehr gestreckt. Die Schrägstellung hat mir gefallen, weil es dem Bild noch mehr Spannung verleiht (was aber natürlich Geschmackssache ist).

3. Das Licht von vorne: Bei einer solchen Gegenlichtaufnahme wie dieser oder der folgenden, muss man für genügend Licht von vorne sorgen. Auf das Warum und Weshalb gehe ich im folgenden noch ein. Im konkreten Fall kommt das Licht von einem entfesselten Nikon SB-600 Blitz der von „meinem“ Assistenten gegen einen Reflektor gerichtet wurde. Der Reflektor hat damit nicht nur das noch vorhandene natürliche Licht auf das Model geworfen sondern den zusätzlichen Lichtbedarf durch den Systemblitz gedeckt.

Warum aber überhaupt ein Blitz von Vorne und nicht das Model auf die andere Seite des Baums setzen, um so das natürliche Licht direkt zu verwenden?

Zum einen stehe ich auf diese Gegenlicht-Effekte, zum anderen wären die Schlagschatten noch immer, trotz der späteren Stunde, zu heftig gewesen. Natürlich hätte ich auch einfach die Blende soweit aufmachen können, dass das Model ohne künstliches Licht korrekt belichtet gewesen wäre. Das hätte aber zur Folge gehabt, dass mir der wunderbare Himmel strahlend weiß ausreißt. Spricht, der Himmel wäre hoffnungslos überbelichtet.

Mein Vorgehen bei einer Aufnahme wie „Balloons in Nature“ oder auch dieser hier, Music in Nature - copyright by Magistus„Music in Nature“, ist die folgende:

a) Belichtung auf den Himmel: Soll bedeuten, ich stelle Zeit und Blende so ein, dass der Himmel korrekt belichtet wird (Einstellung „M“ an der Kamera). Dabei gehe ich bei der Zeit nicht über die kürzeste Blitz-Synchronzeit meiner Kamera hinaus, was bei Nikon nicht kürze als 1/250sec. bedeutet. Den Rest muss ich mit der Blende abblenden.

b) Der Blitz u. Reflektor hellen auf: Durch meine Belichtungseinstellung auf den, im Vergleich zum Model, helleren Himmel, ist das Model absolut unterbelichtet. Wie stark hängt davon ab, wie heftig das Umgebungslicht noch ist. Diese Unterbelichtung muss jetzt mit dem Blitz und Reflektor ausgeglichen werden. Reicht die Blitzleistung aus, was bei einem Systemblitz schnell nicht mehr der Fall sein kann, könnt Ihr mit dem Shoot los legen. Sowohl der Himmel, also auch das Model sind korrekt belichtet. Sollte die Blitzleistung nicht ausreichen, bleibt euch nichts anderes übrig, als die Blende doch etwas weiter auf zu machen. Der Himmel wird dabei natürlich mehr und mehr überbelichtet. Hier müsst Ihr einen für euch akzeptablen Kompromiss finden (oder einen stärkeren Blitz verwenden).

Was habe ich verwendet?
– Nikon D300 mit einem Standard AF-S DX Nikkor 18-70mm f/3.5-4.5G IF Objektiv
– Nikon SB-600 auf voller Leistung
– Walimex Reflektor-Board 70×100

Zusätzlich und sehr wichtig war hier ein Assistent, der beim halten des Reflektors, Blitzes etc. geholfen hat. Rein mit Stativen zu arbeiten wäre mir hier absolut zu unflexibel gewesen. Insgesamt ist bei einem Outdoor-Shooting, noch weit mehr als im Studio, tolle Team-Arbeit aller Beteiligten gefragt. Deshalb möchte ich mich hier auch ganz herzlich bei „Tante Mimi“ u. Rames bedanken!!

UPDATE (07.07.2012) : Eine neue Gegenlicht-Aufnahme mit gleich drei System-Blitzen u. Making-Of Bild gibt es im Beitrag Sun Beam !


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