Von Trollen im Web

Ork - Photo Merlin1 - Painting Farbträume

Ork - Photo Merlin1 - Painting FarbträumeJa, ich geb es zu, ich lasse mich nerven. Und das ärgert mich wirklich!

Von wem? Von den sogenannten Trollen im Internet. Jeder, der sich in Communities bewegt, kennt Sie und versucht sich, mehr oder weniger erfolgreich, zu ignorieren. Die lieben Zeitgenossen, die meinen zu jedem Thema Ihre Meinung abgeben zu müssen. Bzw. nein, nicht Ihre Meinung, ihre einzig schlüssige, 100% korrekte und allumfassende Wahrheit. Denn, ein Troll weiß alles und alle anderen sind eigentlich nur Idioten!

Selbstverständlich ist es nicht so, dass man auf die Meinung eines Trolls Wert legen würde, geschweige denn, dass man sie womöglich um Ihre Meinung gebeten hätte, neiiiiiiiin, Trolle gehen Ihrer missionarischen Mission selbstverständlich aus eigenen Antrieb nach.

Und sollte es mal kein Thema geben, bei dem man wunderbar eine möglichst konträre, extreme (aber selbstverständlich richtige) Meinung vertreten könnte, überlegt man sich, dass man doch mal ein paar Leute beleidigen oder eine vollkommen schwachsinnige, äh, nein, natürlich eine weltbewegende These in den Raum zu stellen, bei dem ganz gewisse ein paar Deppen wie ich drauf anspringen und sich ärgern werden.

Selbstverständlich darf man einen Troll nicht so ungerecht behandeln und ihn womöglich aussperren. Was für eine Beleidigung. Schließlich ist man im Internet und da hat natürlich jeder das Recht jeden Sch**** kund zu tun. Was für ein Frevel also, wenn man einem Troll den Mund verbietet.

Was also kann man tun?

Tja, gute Frage! Sich am besten wohl eine dickere Internet-Haut zulegen und diese pöbelnden Zeitgenossen einfach ignorieren.

Gelingt das nicht? Blöd, kann ich nur sagen, ich arbeite auch noch dran…. 🙂

Es geht um Inszenierung!

Dark, Bad, Sad - Es geht um Inszenierung - Pictures © by Magistus
Dark, Bad, Sad – Es geht um Inszenierung – Pictures © by Magistus

Neulich wurde ich auf meine hässlichen Bilder angesprochen und warum ich denn nicht mehr so schöne machen würde. Hm, hässliche? Das gab einen Dämpfer!

Mit hässlich war dann aber, auf Rückfrage, weniger meine Bildarbeit an sich gemeint. Der Betrachter fand den Inhalt mancher meiner Bilder bzw. deren Szene hässlich und „nicht schön“.

Nun liegt Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters, diesem ging es dabei aber im wesentlichen um meine Dirtylook, Girlfight und Dark Fetish-Bilder. Und genau bei diesen Bildern geht es mir mehr um die Inszenierung, die Darstellung des Dunklen, Abseitigen, Bösen und Harten. Natürlich sollen die Bilder auch irgendwo schön sein, aber eben auf eine düsteren Ebene.

Ich habe mal in einem Artikel ein wenige über Kopfkino geschrieben. Und genau das ist es, was ich mit diesen eher dunklen Bildern erreichen möchte. Ich möchte die Fantasy des Betrachters anregen, egal ob in erotischem Sinne oder als Horror. Ich möchte ihn erschrecken und zugleich anziehen. Denn eine Faszination stellen die Bilder immer dar, auch wenn man sie, eventuell auf Grund der Darstellung von Gewalt, Irrsinn oder sexueller Extreme Inhaltlich nicht mag. Faszinieren diese dunklen Bilder aber, habe ich mein Ziel mit diesen Bildern erreicht!

Sollte man in die Bilder versuchen was hinein zu interpretieren? Das bleibt jedem selbst überlassen. Für mich ist es eher eine Inszenierung im Sinne eines Film-Regisseurs. Und nein, man muss sich auch keine Sorgen über mein Seelenheil oder das der Models machen. Wie sind und bleiben alle ganz lieb! 🙂 Sowohl für mich als auch die Models bedeutet es immer viel Spaß und es ist jedes mal eine spannende Herausforderung, solche Szenen, weit ab von Beauty u. Fashion zu kreieren, Stylings u. Effekte (SFX Slime, Asche u. Öl, Kunstblut) auszuprobieren und zu kombinieren.

Oft werden die düsteren Teile mit einem meiner Highkey-Shootings kombiniert, so dass in der Regel nicht nur „Düsteres“ entsteht. Spaß haben wir allerdings immer! 🙂

Also, einfach in die Welt des düsteren entführen lassen! 🙂

Thinking about… Logo in the Picture

Logos in the Picture - Foto-Tipp by Magistus

Logos in the Picture - Foto-Tipp by MagistusVor ein paar Tagen kam in der Model-Kartei.de Facebook-Gruppe eine Diskussion auf, warum so viele deutsche Fotografen meinen ein hässliches Logo in Ihre Bilder klatschen zu müssen.

Nun, da ich zu einem der Fotografen gehöre und die Frage durchaus als berechtigt finde, hier mal ein paar Beweggründe, warum ich ein Logo in meinen Bildern unterbringe:

Mein Hauptbeweggrund ist definitiv Marketing. Ich möchte, dass die Leute erkennen, von wem ein Bild ist um eventuell ebenfalls auf mich zukommen zu können. Klappern gehört zum Handwerk und ein Logo gehört hier meines Erachtens dazu.

Ein weiterer Grund hat zugegebener Maßen mit dem eigenen Ego zu tun. Ich bin einfach stolz auf meine Bilder und die Arbeit die in ihnen stecken. Deshalb möchte ich einfach zeigen, wer das jeweilige Bild verbrochen hat.

Zusätzlich zeigt ein Logo zusätzlich den lieben ahnungslosen Bildersurfern im Web deutlicher, dass das Bild jemandem Gehört und nicht einfach so verwendet werden darf (auch wenn man diese Kennzeichnung natürlich rechtlich überhaupt nicht machen müsste). Zu diesem Zweck reicht aber in der Regel nicht einfach ein schickes Logo. Ich bin in der Zwischenzeit dazu übergegangen, einen hässlichen Satz quer über das Bild laufen zu lassen, in dem ich auf englisch klar mache, dass das Bild nicht repostet, kopiert etc. werden darf. Andere Fotografen verunstalten Ihre Bilder noch mehr, indem sie über das gesamte Bild ein mehr oder weniger transparenten Schriftzug laufen lassen. Hier muss einfach jeder für sich entscheiden, wie weit er mit der Verunstaltung seines Bildes gehen möchte um es zu schützen. Denn was nützt ein cooles Bild, welches durch das Wasserzeichen so gut geschützt ist, das Bild aber komplett verschandelt. Ich denke, dass ich für mich einen ganz guten Kompromiss gefunden habe.

Beim Logo bin ich übrigens der Meinung, dass ein solches, Sparsam und unaufdringlich eingesetzt, ein Bild nicht stört oder verschandelt. Aber auch hier gilt, jeder wie er möchte!

Übrigens füge ich meine Logos immer mit Bedacht als letzten Schritt mit Photoshop ein. Ich habe mir dafür einen Logo-Pinsel erstellt. Der Schriftzug wiederum, wird von Lightroom automatisch eingefügt.

Wie steht Ihr zu Wasserzeichen und Logos in Bildern? Nutzt Ihr selber welche und was ist Eure Schmerzgrenze?

Thinking about… Soziale Kompetenz in der People-Fotografie

Post-Header-Magistus-V2

Ich habe mich ja bereits im Artikel Du hast Menschen vor der Kamera darüber ausgelassen, dass man in der People-Fotografie mit Menschen arbeitet und nicht mit Blümchen oder Häusern. Das hat auch zur Folge, dass man als Fotograf über eine gewisse soziale Kompetenz verfügen sollte.
Was meine ich damit? Ich meine damit die Fähigkeit, auf Menschen zu- und einzugehen und mit ihnen so arbeiten zu können, dass es für alle Beteiligten eine angenehme Erfahrung wird.

Wo ist das Problem, wird sich jetzt mancher einer fragen? Nun, im Laufe der Zeit in der ich mich im Bereich der Menschen-Fotografie beschäftige, bekommt man natürlich auch einiges an Erfahrungen mit, die Models gemacht haben oder darf unangenehmer weise das ein oder andere Gespräch mit anhören, in dem ein Fotografen-Kollege es mit der Ansprache eines Models versucht.

Vielleicht schon mal ein erster Tipp: Wenn Du nicht gerade der super bekannte und begnadete Akt-Fotograf mit Weltruf bist, ist ein Spruch zur Einführung wie „Oh, cool, Du machst auch Akt! Machst Du das mit jedem?“ nicht gerade hilfreich. Könnte es doch darauf hindeuten, dass Dein Interesse weniger coolen Bilder gilt, sondern eher das betreffende Model einfach nur nackt zu knipsen. Da das aber SELBSTVERSTÄNDLICH nicht stimmt, überleg Dir lieber einen anderen Einstieg!

Es könnte auch durch aus Sinn machen, sich insgesamt mal für sein Gegenüber zu interessieren und etwas Small-Talk zu machen, als gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Erzählt auch ein wenig von Dir und zeig ein paar Deiner Arbeiten. Du hast noch keine, dann verweise ich mal an meinen Artikel „Es sich nicht zu einfach machen„.

Natürlich ist es dann auch legitim, nach einem Shooting zu fragen. Cool wäre dabei aber, sich schon im Vorfeld zu überlegen, was Du denn gerne für ein Shooting machen würdest. Es ist dabei nicht gerade sinnig, auf ein Bild zu verweisen, dass Dir im Portfolio des Models super gefällt. Schließlich hat das Model so ein Bild schon und dürfte an einer Wiederholung eher nicht interessiert sein. Logisch, oder? Aber solltest Du was zahlen wollen, sieht die Sache evtl. schon wieder anders aus. Zahlen? Ja, aber auch da solltest Du Dir vielleicht vorher ein paar Gedanken gemacht haben, was Du denn bereit bist zu zahlen.
Zu einer solchen Vorbereitung gilt natürlich auch, sich ein paar Gedanken zum Aufnahmebereich des Models zu machen. Aber Vorsicht, nur weil das Model möglicherweise ein paar Akt-Aufnahmen in der Mappe hat, heißt das noch lange nicht, dass sie das mit jedem macht und schon überhaupt nicht, mit einem unbekannten Fotografen. Es ist also wichtig abzuschätzen, welche Art von Bildern überwiegen.

Wie immer im Umgang mit, meist komplett unbekannten Menschen, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber auch vor lauter Verkrampftheit keinen Ton oder nur Stuss raus zu bringen hilft nicht.

Solltest Du Probleme im Umgang mit anderen Menschen haben, solltest Du Dir allen ernstes überlegen, ob Dein Ausflug in die People-Fotografie wirklich sonderlich sinnvoll ist. Eventuell bist Du in den vielen anderen Feldern der Fotografie besser aufgehoben. Ist ja nicht schlimm, ich weiß von so manchem People-Fotografen, der es sich nie zutrauen würde super coole Macro-Aufnahmen zu machen.

Ach ja, und nackte Mädels gibt es im Internet genug, dazu musst Du nicht People-Fotograf werden. Denn, Akt-Fotografie ist mehr wie nur hübsche Mädels knipsen!

So, nichts für ungut, musste ich mal los werden… 😉

Persönlicher Fotografie-Overflow?

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Gestern  war und die nächsten Tage werde ich in Darmstadt auf den Schlossgrabenfest heeumspringen. Das SGF ist ein wirklich tolles Event in Darmstadt mit super Live-Musik, leckerem Essen und nettem Publikum.

Der Besuch hat mir aber vor Augen geführt, wie sich meine Fotografie-Gewohnheit verändert hat. Es gab Zeiten, da war meine Nikon eigentlich immer mit dabei und niemals wäre ich zu einem Event wie das SGF ohne Kamera gegangen. Natürlich zurecht, gab und gibt es doch tolle Motive und viele fotografische Herausforderungen zu meistern.

Auch bei anderen Gegebenheiten, und sei es auch nur ein Spaziergang durch die City, war die Kamera mit dabei und entstanden einige durchaus ansprechende Bilder.

Heutzutage aber hat sich das geändert. In gewissem Sinne habe ich das Interesse an bestimmten Bereichen der Fotografie einfach verloren. Blumen, Architektur oder auch Event-Fotografie haben sich aus meinem Fokus bewegt. Warum?

Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ich zu viel fotografiere oder fotografiert habe!

Statt dessen habe ich das Gefühl, meinen Bereich im weiten Feld des fotografischen Schaffens gefunden zu haben, die gestellte People-Fotografie, sprich geplante Photoshootings.

Mit dieser Art der Fotografie kann ich meinen Wunsch zu fotografieren vollkommen ausschöpfen. Und ja, da verlangt es mir nicht nach weiteren Möglichkeiten noch mehr Bilder zu produzieren.

Ganz von dieser persönlichen Veränderung des fotografischen Fokus abgesehen, habe ich gestern noch was auf dem SGF entdeckt, was mir das fotografieren auf diesem Event schon von vorn herein komplett vermießt hätte.

Laut Plakaten des Betreibers ist das Mitbringen von „Profikameras“ zum SGF nicht gestattet. Profikameras? Was bitte ist das, wie wird das definiert? Da bin ich doch froh, dass ich da nur mit meinem iPhone ein paar Schnappschüsse mache.

Oder ist das womöglich schon eine Profikamera?

Thinking about… Beeing Offline

 Am Wochenende war ich zu Besuch bei meinen Eltern und hatte das Pech, dass leider das Internet ausgefallen war. Auf Grund eines wohl in der schwäbischen Provinz nicht wirklich unüblichen Funklochs für T-Mobile als auch O2 bestand auch keine Chance, mobil ins Web zu kommen.

Schöner Mist könnte man meinen, oder auch eine Katastrophe für einen Internet-Junkie wie mich. Ich muss allerdings sagen, dass das in Wahrheit eigentlich mal ganz cool war, einfach mal „Off“ zu sein.

Natürlich auch sehr ungewohnt und man merkt erst in so einem Moment, wie abhängig man sich über die Zeit vom Web gemacht hat. Mal kurz im Internet oder auf dem iPhone das aktuelle TV-Programm abrufen? Vergiss es! Dabei kann man aber entdecken, dass es immer noch die mit der Tageszeitung einmal wöchentlich mitgelieferte TV-Beilage gibt.

Mal kurz Nachrichten lesen, Video-Rekorder programmieren, In-the-Clound Bilder vom letzten Urlaub zeigen, alles nicht möglich. Komisch, aber auch nicht wirklich tragisch…

Wirklich ungewohnt aber ist es, wenn man plötzlich nichts mehr von Facebook, Model-Kartei.de oder den anderen Online-Kommunikations-Medien mitbekommen. Ungewohnt, aber irgendwo auch mal ganz erholsam, so ein Urlaub vom immer erreichbar sein. Sozusagen eine Offline-Kommunikations-Kur.

Ok, zugegeben, es waren nur zwei Tage, und das Internet wartete zu Hause schon wieder auf mich. Und ehrlich gesagt, so ganz cool wäre ich wohl nicht, müsste ich über längere Zeit offline sein. Dennoch hat mir diese kurze Zeit „Off“ zu sein auch aufgezeigt, wie anstrengend das immer erreichbar und immer informiert sein das Leben beeinflusst und in der Tat auch, durchaus negativ, beeinflussen kann.

Ich habe mir schon länger vorgenommen, mein immer erreichbar sein und mein extremes Online-Leben zukünftig Schritt für Schritt etwas einzuschränken und so den Kopf wieder etwas freier zu bekommen. Wird es mir gelingen? Keine Ahnung, man wird sehen… 🙂

Thinking about… Blogging

WayBackMachine - so sah blog.magistus.de ganz am Anfang aus - Screenshot

WayBackMachine - so sah blog.magistus.de ganz am Anfang aus - ScreenshotIrgendwann zwischen gestern und heute war es soweit, 1.000.000 Ansichten auf mein Blog.

Was ne Zahl! Als ich im August 2007 mit bloggen angefangen habe, hatte ich keine Ahnung, dass ich so lange durchhalten würde. Angefangen hat alles mit dem hier gezeigten Blog-Design (über WayBackMachine), viel mehr folgten, immer bin ich aber WordPress.com treu geblieben.

In der Zeit von Ende 2010 bis Anfang 2011 hatte ich dann ein echtes Motivationsproblem was dazu führte, dass, aufgrund der wenigen Artikel, die Zugriffszahlen einbrachen. Außerdem habe ich in der Zeit meine Bilder-Galerien, insbesondere die Akt-Galerien (jetzt auf 500px zu sehen) abgeschaltet, da ich Zugriffe über meine Blog-Beiträge nicht über Bilder-Leecher haben wollte.

Zwischenzeitlich ist die Motivation aber zum Glück kein Problem mehr, eher die Zeit. Trotzdem versuche ich nach Möglichkeit einmal pro Tag einen Artikel zu schreiben. Und so kommen dann auch die folgenden Zahlen zustanden:

  • 1.000.000 Aufrufe insgesamt
  • 3.550 Aufrufe am verkehrsreichsten Tag
  • 926 Posts mit 857 Kommentaren
  • Google Page Rank (PR): aktuell 3 – maximal 4

Das finde ich schon sehr cool! Natürlich ist das nichts im Vergleich zu so manch anderen Blogs, auch im Fotografie-Umfeld. Da ich Magistus.de aber nur so nebenher betreibe und schon sehr viel Blogs kommen und gehen hab sehen, halte ich die Zahlen für Vorzeigbar.

Aber Zahlen sind nur ein Aspekt, schließlich schreibe ich nicht für die Statistik (auch wenn Applaus natürlich sehr schön ist). Bloggen bedeutet für mich, mein liebstes Hobby mit anderen zu teilen, die sich dafür interessieren. Anderen möglicherweise sogar Tipps zu geben, wie sie ebenso viel Spaß an der Fotografie haben können wir ich es habe, mach Spaß. Das Blog ist für mich auch die Möglichkeit, eigenen Highlights festzuhalten und gegebenenfalls sogar als Buch in Erinnerung halten zu können.

Außerdem nicht zu verleugnen ist der Werbeeffekt, den ein einigermaßen gut und aktuell geführter Blog hat, um an Aufträge (Shootings) zu kommen oder auch mal gefragt zu werden für das ein oder andere coole Gadgets eine Rezession zu schreiben.

Wie auch immer, bloggen ist für mich ein Hobby an dem ich in aller Regel ausgesprochen viel Spaß habe. Allerdings auch ein Hobby, für welches man viel Durchhaltevermögen, Geduld und Disziplin benötigt.

Ich hoffe ich halte noch länger durch… 😀

Thinking about… Stamm-Models

Model - by Magistus

Model - by MagistusWelchem People-Fotografen ist es nicht schon passiert. Man hat alles fürs Shooting vorbereitet, die Visagistin steht bereit nur das Model kommt nicht, sagt noch nicht mal Bescheid.

Je mehr man die People-Fotografie als Hobby betreibt und damit auch hauptsächlich mit Models arbeiten, welche die Fotografie auch als Freizeitspaß betrachten, desto häufiger steht man vor dem oben beschriebenen Problem.

Was ist zu tun?

Man kann eine besondere Absage-Quote weder an einer Model-Community, noch am Alter des Models oder der Anzahl Shootings festmachen, die das Gegenüber vorzuweisen hat. Natürlich gibt es bestimmte Faktoren, wie z.B. Neuanmeldungen, lange Wartezeiten in der Vorabkommunikation, Hörensagen, Shootingbewertungen u.v.a.m., nichts davon wird einen aber davor bewahren, irgendwann alleine am Set zu stehen.

Für mich hat sich ganz klar bewährt, bei wichtigen und aufwändigen Projekten mit Leuten zusammen zu arbeiten, die ich kenne und mit denen ich schon häufiger geshootet habe. Das ermöglicht es mir, die Person einzuschätzen, man kennt sich und hat ein „Beziehung“ u. gegenseitige Verpflichtung, die eine Zusammenarbeit extrem zuverlässig macht. Sicherlich fällt mal ein Shooting aus, allerdings immer mit rechtzeitiger Entschuldigung/Absage.

Natürlich erfordert es Zeit, sich einen Stamm an Models aufzubauen, diese sollte man sich aber nehmen. Und es gehört auch dazu, selbst zuverlässig zu sein und die Zusammenarbeit zu pflegen. Eine Partnerschaft ist immer ein geben und nehmen und da gehört auch dazu, mal ein Projekt seines Partners umzusetzen, gemeinsam kreativ zu sein und Spaß zu haben. Denn, zum Glück, ist die Fotografie bei mir nur ein Hobby!

Ich bin immer an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert, wenn die Chemie stimmt und die Zusammenarbeit Spaß macht und bis jetzt bin ich damit am besten gefahren!

Schließlich erhöht sich nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern auch die Zusammenarbeit ansich wird unkomplizierter, lockerer und man treibt sich gegenseitig zu immer cooleren Leistungen an.

Ach und übrigens, dieser Artikel gilt auch in Richtung „Zuverlässigkeit von Fotografen“, denn auch Stamm-Fotografen haben ihren Vorteil, schließlich wurden auch schon oft genug Models vom Fotografen versetzt! 🙂

An dieser Stelle einen Riesendank an alle Models mit denen ich regelmäßig zusammenarbeiten darf, Ihr seit einfach super!!

Thinking about… Pinterest

Magistus (magistusfoto) on Pinterest

Magistus (magistusfoto) on PinterestEs war einfach nur eine Frage der Zeit, dass ich dann halt doch auch noch bei Pinterest lande.

Schon länger habe ich verfolgt, wie der Pinnwand-Dienst immer mehr im Internet diskutiert und gehyped wird. Und eigentlich hatte ich nicht vor, mir noch einen neuen Dienst neben der Model-Kartei, 500px, Twitter u. natürlich Facebook ans Bein zu binden, von diesem Blog mal ganz abgesehen.

Wie auch immer, die Neugier hat gesiegt und ich bin jetzt bei Pinterest.

Und was halte ich jetzt davon? Hm, tja, gute Frage. Pinterest ist ohne Frage wirklich sehr schön und flüssig gemacht. Es ist erstaunlich wie einfach und ansprechend man Bilder aus dem Internet an seine eigene Pinnwand pinnen und so seinen Freunden und ganz Pinterest präsentieren kann.

Soweit so gut, aber…

Was mich an Pinterest wirklich stört bzw. mir etwas sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass wohl 90% der Pins (anderswo würde man Posts dazu sagen) nicht auf eigenem Material (Bilder) basiert sondern von irgendwo aus dem Internet stammt. Ich denke, fast niemand bei Pinterest macht sich auch nur eine Sekunde Gedanken darüber, dass es sich hier extremst häufig um urheberrechtlich geschütztes Material handelt.

Außerdem kann man seine Boards nur der kompletten Community, im Grunde sogar dem gesamten Internet zur Verfügung stellen. Ein einschränken der User ist, zumindest soweit ich es bisher sehen konnte, nicht vorgesehen.

Auch eine wirklich sinnvolle Möglichkeit eigene Bilder vom iPhone, z.B. via Instagram, zu posten fehlt und die eigene Pinterest-App ist eher bescheiden. Zudem ist es nicht möglich cross-posts zu machen. Sprich ein Sync zwischen Flickr u. Pinterest oder anderen Diensten wie etwas Twitter ist in Richtung Pinterest derzeit nicht möglich.

Bleib ich drin?

Ich kann es noch nicht sagen. Im Moment befinde ich mich noch in einer Testphase und werde das ein oder andere eigene Bild dort posten. Mal sehen, ob es mir wirklich etwas bringt, und sei es nur mehr Traffic auf meinen Blog. Noch fehlt mir aber der wirkliche Nutzen.

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Thinking about… CeBIT

Me at Cebit 2003

Me at Cebit 2003Ihr mögt mich für verrückt halten, aber ich war früher immer gerne auf der CeBIT.

CeBIT? Ja, richtig, die läuft derzeit wieder. Und früher, noch etwas schlanker und 10 Jahre jünger, da war ich Berufs bedingt eigentlich immer auf der CeBIT. Natürlich hat man sich die Füße in den Bauch gestanden, war heißer, hatte Blasen an den Füßen und heiser vom reden.

Aber, die CeBIT war cool! Während der CeBIT konnte man sicher gehen, dass IT-Projekte still standen und die gesamte Branche vor Ort in Hannover war. Das lag nicht nur an den damals noch den Namen verdienenden Standpartys, den im Überschuss verteilten Goodies oder freizügigeren Messe-Hostessen. Es lag in erster Linie an Innovationen, welche die Welt veränderten. Ich erinnere mich noch an einen Vortrag von Sun, in dem Java vorgestellt wurde oder der Netscape Browser noch als das Non-Plus-Ultra angepriesen wurde und es auch  tatsächlich war.

Was hat sich geändert? Ich kann es nicht genau sagen, aber irgendwie ist die CeBIT ein Dinosaurier, um den man noch nicht ganz herum kommt, den man aber nur noch akzeptiert, weil einem nichts anderes übrig bleibt. Mir übrigens schon, ich bin dieses Jahr nicht dort, wie viele meiner Kunden und Partner auch nicht.

Schade eigentlich!

Und ja, ich werde alt…. 🙂

Thinking about… Lightroom 4

Wer heute nicht komplett dem Internet fern geblieben ist, dürfte es schon gelesen haben, Adobe hat Lightroom 4 veröffentlicht. Und wer mein Blog ließt, der weiß, dass ich ein echter Fan von Lightroom bin.

Natürlich überlege ich derzeit ernsthaft, ein update zu kaufen. Preislich ist Adobe den Kunden wirklich sehr entgegen gekommen und die Features hören sich verdammt stark an. Allerdings, ich werde noch warten.

Denn leider zeichnen sich auch Berichte ab, dass Lightroom bei der Übernahme der „alten“ Einstellungen nicht gerade sehr geglückt arbeitet, Presets beispielsweise anders reagieren, als ursprünglich beabsichtigt.

So lange hier nicht mehr Erfahrungswerte vorliegen halte ich es mit dem Spruch „never change a running system“!