Faustregel: Verschlusszeit = 1/Brennweite

Ich bin heute mal wieder über einige unscharfe Bilder gestolpert, die ich mit meinem Tele (70 – 300 mm) gemacht habe und musste an die alte Faustregel

Verschlusszeit = 1/Brennweite

denken (und mich fragen, warum ich sie nicht beherzigt habe).

Was meine ich damit? Nun, mit zunehmender Brennweite nimmt die Gefahr des verwackelns zu. Gleichzeitig kann ich dem entgegen wirken, in dem ich kürzere Verschlusszeiten verwende. In der Praxis hat sich deswegen die genannte Faustregel bewährt.

  • Mache ich also ein Foto mit 50 mm, reicht mir eine Verschlusszeit von 1/50 Sekunde aus.
  • Nutze ich dagegen eine Brennweite von z.B. 200 mm sollte ich eine Verschlusszeit von 1/200 oder kürzer verwenden.

Achtung, bei DSLRs nicht die Brennweitenverlängerung (Crop-Faktor) vergessen, also die Brennweite ca. mal 1,5 rechnen (weicht von Hersteller zu Hersteller etwas ab)!

Und wenn man nicht auf die benötigte Verschlusszeit kommt? Tja, dann reicht vielleicht schon ein Objektiv mit Bildstabilisator aus. Aber es muss ja nicht immer gleich ein neues Objektiv sein, denn auch mit Bildstabilisator kommt man schnell an die Grenzen. Deshalb wird man um das gute alte Stativ wohl manchmal nicht herum kommen.

Weitere Infos zum Thema „Verwackeln“: hier klicken

2 Kommentare zu „Faustregel: Verschlusszeit = 1/Brennweite

  1. Diese Regel versuche ich auch immmer zu beachten. Aber je größer der Telebereich ist umso schwieriger wirds. Mit einer 300er Brennweite sollts dann schon eine 1/500 sec. sein – zumindest meine Erfahrung. Nicht grundlos sieht man die Profis immer mit nem Einbein. Mit einem 28er kann man mit einigermaßen ruhiger Hand eine 1/15 halten. Der Bildstabilisator bringt locker nochmal 1-2 Blenden wenns kein Poster werden soll.

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  2. Hi Josef, da hast Du nicht Unrecht, es schadet sicherlich nicht, im starken Tele-Bereich von vorn herein eine noch kürzere Verschlusszeit zu nutzen oder eben gleich ein Stativ. Danke für die Präzisierung beim Einsatz von Bildstabilisatoren. LG, Marcus

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