Die Sache mit dem Stil – braucht man das?

Treibt man sich ne Zeit in der Foto-Szene rum, hört man immer wieder von einem coolen Stil oder „Hej, das ist ja voll im Stil von …“. Ich selbst begeistere mich auch oft für einen bestimmten Stil, lobe einen Stil oder finde einen anderen langweilig.

Was aber ist ein Stil? Für  mich ist ein Foto-Stil eine bestimmte Art das Licht zu setzten/verwenden, bestimmte Perspektiven zu nutzen, besondere Accessoires zu verwenden und nicht zuletzt wie die Bilder bearbeitet und präsentiert werden. Dieses Gesamtpaket macht für mich einen Stil aus, egal ob ein guter oder schlechter.

Soweit so gut, jetzt frage ich mich aber immer wieder, muss man sowas haben? Benötige ich meinen eigenenStil? Und wenn ja, muss ich besonders darauf hin arbeiten oder ergibt sich das von selbst?

Ich kann diese Fragen nicht allgemein gültig beantworten, ich für mich habe aber entschieden, dass ich nicht gezielt auf einen Stil hinarbeite und mich auch nicht festlegen möchte. Ich bin, vielleicht noch, zu neugierig, um mein fotografisches Schaffen einer bestimmten Art des fotografierens und bearbeitens zu unterwerfen.

Das mag wenig professionell sein, aber was soll’s, ich mache das ja auch zum Spaß.

Nichts desto trotz, in der Zwischenzeit hat sich bei mir, wirklich unbewusst und einfach nur, weil es mir im Moment gefällt, eine gewisse Art der High-Key-Fotografie entwickelt, die vor kurzem jemand als Stil bezeichnet hat. Von dieser Bezeichnung war ich dann doch so überrascht, dass es mich zu diesem Artikel bewogen hat.

Hier mal ein Beispiel meines aktuellen „Stils“:

Karo Fashion - © by Magistus
Karo Fashion - © by Magistus

Bleibt es dabei? Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. Es gefällt mir derzeit sehr gut, aber es kann sein, dass ich demnächst wieder auf eine andere Bearbeitung umschwenke. Man wird sehen!

Eine Auswahl des gleichen „Magistus-Stils“ als Slideshow:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie ist das bei Euch? Habt Ihr einen bestimmten Stil und wenn ja, wie fest haltet Ihr Euch daran?

8 Kommentare

  1. Doch, also ich find du hast schon deinen eigenen Stil, auch wenn du nicht gerade Highkey machst 😉

    Und also ganz ehrlich: Wenn ein Fotograf noch nicht seinen Stil gefunden hat und auch weeeeeeeeeit davon weg ist, kann ich mit den Bilder meistens nix anfangen. Viel schlimmer als nur ein schlechter Stil.

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    1. Ja, da magst Du recht haben, von wegen Zusammenhang von Stil und was mit den Bilder anfangen können. Wohl deshalb, weil es seine Zeit braucht, bis sich ein Stil entwickelt. Sich damit also auch ein gewisses Grad an Praxis/Erfahrung abzeichnet.

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  2. Ich denke mit „Stil“ wird weniger eine bestimmte Richtung — wie die High-Keys bei Dir — bezeichnet, denn mehr eine Art Handschrift, die sich in Licht, Stimmung, Blick, Akzente, BEA ausdrücken. Und vor allem — und das halte ich für mich für wichtig — heißt Stil nicht stehen bleiben. Deine Frage, wie fest man sich an seinen Stil halte, impliziert für mich zu sehr, auf einen bestimmten Bildeindruck hinzuarbeiten, der mit anderen eigenen Bildern auf biegen und brechen vergleichbar ist.

    Für mich heißt Stil, wie oben schon geschrieben, eher Handschrift. Und auch, wenn ich neues probiere, mich weiter entwickle, neue Techniken in der BEA einsetze, die Handschrift kommt automatisch irgendwie durch. Wenn ich mir mein Portfolio so anschaue, dann erkenne ich eben meine Handschrift in allen Bildern wieder — egal ob Portraits, Landschaft, Stock oder Aufträge.

    Das heißt für mich Stil 🙂

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  3. Mir wurd auch schon öfter nachgesagt, einen eigenen Stil zu haben, und ich vermute, dass das meißtens als Kompliment gemeint ist, dass man die Werke als meine wiedererkennt. Persönlich dran halten tu ich mich garnicht (hab grad erst eine Portrait-Session gehabt, die da völlig rausfiel), denke aber auch, dass man sich als Kreativer garnicht sinnvoll an einen Stil halten kann, sondern dass der Stil einem selbst nachfolgt, wenn man eben seinen Interessen und Instinkten folgt, was man selbst bei der Schaffung für das Richtige hält. Dadurch werden die Bilder mehr ein persönicher Ausdruck, und das was später Stil genannt wird, wird sozusagen aus uns heraus geboren, statt dass wir uns bewusst für einen entscheiden und dann im Prinzip nur noch handwerklich auf die Reporduktion dieses Stils hinarbeiten.

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  4. Einen eigenen Stil kannst Du nur entwickeln, wenn Du Dir keine Gedanken mehr um eben diesen machst- Photographie ist Licht, Emotion, Sichtweise und Kunst- ein Teil des Lebens dessen der sie erschafft.
    Wer „Stil“ in ganz bestimmte Grenzen „hineindefiniert“ (indem er nur in S/W mit eben der einen Tonung veröffentlicht o.ä.) arbeitet meiner Meinung nach sehr engstirnig- das ist dann reiner Verkauf. Leider ist eben dies sehr verbreitet.
    Wer photographiert wie er fühlt und lebt- DER hat Stil… aber das ist nur meine kleine, bescheidene Meinung.
    Gute Nacht allerseits! Falk…

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