Trotz iPad Bilder noch immer auf Papier

Nennt mir altmodisch, konservativ oder ewig gestrig, aber ich stehe noch immer auf Bilder auf Papier.

Natürlich habe ich auf meinem iPad, iPhone u. Notebook mein gesamtes Portfolio immer griffbereit und nutze diese Mittel auch sehr gerne, um anderen meine Bilder zu zeigen. Ich habe allerdings immer wieder die Erfahrung gemacht, dass beim Betrachter ein Bild z.B. 20×30 cm besser wirkt als ein Bild auf dem iPad.

Mir selbst geht es auch so. Ein Bild ausbelichtet oder gut gedruckt bietet andere Möglichkeiten als die Darstellung auf einem Display. Ich kann es wenden, praktisch Reflektionen entgegen wirken und zu gute Letzt, Prints sind einfach dauerhafter. So viel Backup ich auch machen kann. Die Bilder in gedruckter Form stellen für mir eine Langlebigkeit dar, die mir die neuen Medien erst mal beweisen müssen (Backups hin oder her).

Neben diesen, zugegebener Maßen sehr subjektiven Gründen, finde ich es auch nicht so toll, bei einem Stammtisch oder einer Ausstellung mein iPad unbeaufsichtigt durch die Reihen wandern zu lassen. Da ist es mir noch um einiges lieber eine nette Portfolio-Mappe vorbereitet zu haben.

Klar, solche Prints kosten nach wie vor Geld, für mich ist es die Investition aber Wert!

An dieser Stelle möchte bei Omori ganz herzlich bedanken, der mir einen ganzen Stoß coolen Fotopapiers zukommen hat lassen. Merci!!

Schon mehr, wie nur „hübsche Mädels knipsen“

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Wenn People-Fotografen auf Personen treffen, die nichts mit der Foto-Szene zu tun haben, kommt es oft zu folgendem Gespräch:

Herr A.: „Du fotografierst, was fotografierst Du denn?“
Fotograf: „In aller Regel Menschen, im Studio oder Outdoor.“
Herr A.: „Echt, lass mal sehen!“
Fotograf zückt iPhone: „Hier…“
Herr A.: „Wow, cool, lauter hübsche Mädels knipsen, sehr cooles Hobby.“

Wenn dann im Portfolio auch noch Aktfotos sind, ist es eh gelaufen. Nicht selten kommt man sich vor, als wenn man bei ner Peepshow mal eben kurz mit der Kompaktknipse drauf gehalten hätte.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe die People-Fotografie und ich beklage mich auch nicht, dass man es mit hübsche Menschen zu tun hat, aber etwas mehr als nur „hübsche Mädels knipsen“ ist es dann doch!

Das fängt schon mit den hübschen Mädels an. Die wollen auch erst mal gefunden und dann für ein Shooting gewonnen werden. Ist ja nicht so, dass einem hier sofort die Studio-Tür eingerannt wird. Dem Punkt habe ich sogar schon einen eigenen Blog-Eintrag gewidmet.

Und dann? Wo soll das Shooting jetzt statt finden? Im Studio ist eine Möglichkeit, die kostet aber einen Arsch viel Geld, das sage ich aus Erfahrung. Dann doch lieber Outdoor? 20110404-PSE_20110326_MAL_4155_CRAZY_by-MagistusFotoKlaaaar, dann aber erst mal los ziehen, coole Locations abchecken, herausfinden wann das Licht stimmt etc.

Nicht zu verachten ist auch die Frage, was man denn überhaupt fotografieren möchte. Hübsche Mädels, ja, schon klar. Sollen aber ein paar coole Bilder dabei heraus kommen, die sich etwas vom Standard abheben, muss man sich da vorher schon ein paar Gedanken machen, evtl. Accessoires besorgen, was basteln, organisieren, ….

Und dann das Shooting: Hübsches Mädel ist da, los wird geknipst…..  Von wegen! Man hat es mit einem Mensch zu tun. Um gemeinsam coole Ergebnisse zu erzielen ist Teamwork gefragt, evtl. noch zusammen mit einer Visagistin. Man muss auf das Licht achten, auf das Outfit, die richtigen Posen des Models, korrekte Einstellungen der Kamera, super Bildschnitt, klasse Perspektive, fantastische Laune des Models und den eigenen Spaß sollte man dabei tatsächlich auch nicht vergessen.

Und? Ja, stimmt, hübsche Mädels (und Jungens) zu fotografieren macht Spaß! Ein wenig Arbeit gehört aber auch dazu…. 🙂 Musste ich einfach mal los werden. 😉

Lichtformer – Vergleich und Einsatz

Heute mal ein eher technischer Artikel bzw. eher eine Link-Sammlung zum Thema Lichtformer.

Wer viel im Studio arbeitet kommt nicht umhin, sich Gedanken darüber zu machen, mit welchen Lichtformern er seine Bildidee umsetzen möchte oder muss. Von Softboxen, Spots u. Beauty-Dishs bis hin zu Schirmen, alles produziert unterschiedliche „Arten“ Licht.

Eine schöne Übersicht nebst Erläuterung findet man in diesem sehr schönen Video von Galileo Design:

Wer versch. Lichtformer direkt vergleichen möchte, findet bei Hensel eine schöne Online-Vergleichsmöglichkeit (selbst wenn man nicht Hensel-Kunde ist): Hensel Lichtformervergleich

Das wars auch schon. Ich hoffe, Ihr findet das Video u. den Link genauso interessant wie ich.

TfP-Shooting: So versende ich meine Bilder

Neulich, als ich mal wieder Bilder aus zwei sehr coolen Shootings zu verschicken hatte, habe ich einfach mal in Facebook und Twitter gefragt, wie denn andere Fotografen Ihre Bilder an die Modelle schicken. Schließlich sind die Bilder, die das Model nach einem TfP-Shooting zu bekommen hat, ein wichtiger Bestandteil dieser Art von Shootings.

Die Reaktionen auf die Frage waren zahlreich aber auch sehr breit gefächert. Immerhin kann man sagen, dass ungefähr die Hälfte der Fotografen die Bilder per CD/DVD verschickt und die andere Hälfte den Weg über das Internet wählt. Nur wenige schicken Bilder im ursprünglichen Sinne von Time-for-Print, als ausbelichtetes Foto.

Letzt endlich trifft dieser Mix auch auf mein Vorgehen zu. Ich sende in der aller Regel die unbearbeiteten Bilder als JPEG-Export in voller Auflösung auf CD/DVD an die Modelle. Ich habe festgestellt, dass das noch immer die bevorzugte Art und Weise der meisten Modelle ist, da die Bilder gleich in einer gesicherten Form beim Model vorliegen. Die Kosten für den Versand halten sich hier durchaus in Grenzen und liegen pro Shooting bei ca. 1,40 EUR (inkl. Porto, CD u. Umschlag).
Da ich für das frankieren den Service der Deutschen Post, die INTERNETMARKE, verwendet, ist der Versand auch organisatorisch sehr unproblematisch und auch sehr professionell zu gestalten.

Die dann bearbeiteten Bilder, das sind in der Regel 3-5 pro Shooting, lass ich dann allerdings meinen Modellen per Download zukommen. Der Versand per CD würde sich überhaupt nicht rechnen und auch die Ausbelichtung wäre zum umständlich und wohl auch zu teuer.

Schon länger habe ich mir für den Online-Transfer den Service Dropbox zu Nutze gemacht und habe hier zwischenzeitlich sogar einen Bezahl-Account. Aber auch schon der kostenlose Account bietet 2 GB WebSpace und einfach Möglichkeiten, einzelne Bilder, ZIP-Archive oder Galerien zu veröffentlichen. Das geschieht so einfach und unkompliziert, dass ich es mir ohne schon beinahe nicht mehr vorstellen kann.

Bodypainting Deutschland Cup 2010

Für meine Leser aus dem Norden Deutschland ein Hinweis auf ein cooles Bodypainting Event!

In Preets, Schleswig-Hostein, findet am 15. August auf dem Marktplatz ein Bodypainting-Event mit Spitzen-Teams aus ganz Deutschland statt. Der Eintritt ist frei und das Event findet bei jedem Wetter statt. Ich kann nur jedem aus der Region empfehlen, dort vorbei zu schauen.

Diese Art der Körperkunst ist immer wieder umwerfend!

Sunlight Tracker – iPhone App f. Outdoor-Fotografen

Ich bin vor einiger Zeit in einem anderen Foto-Blog über eine coole iPhone-App für Outdoor-Fotografen gestolpert. Leider hatte ich versäumt, mir den Blog-Beitrag zu speichern, noch habe ich mir den Namen der App gemerkt. Es ging dabei um eine App, die den Sonnenstand an einem beliebigen Standort zu einem frei bestimmbaren Zeitpunkt anzeigen konnte und noch einige mehr.

Endlich und nach langer Suche bin ich auf die App gestoßen (den Blog-Beitrag kenne ich leider noch immer nicht, sorry dafür) und habe sie mir gleich mal runter geladen.

Es handelt sich dabei um die 1,59 EUR teure App Sunlight Tracker, die ich jetzt auch kurz vorstellen möchte.

Sunlight Tracker stellt den aktuellen Stand der Sonne, aber auch die Richtung, an der die Sonne aufgegangen ist und untergehen wird in einer Google-Map dar. Schön dabei ist, dass ich über einen Schieberegler einstellen kann, welche Uhrzeit an welchem Tag angezeigt werden soll.

Das ganze eingeblendet in eine Google Map mit dem gewünschten Shooting-Standort, macht die Lichtplanung für ein Outdoor-Shooting wirklich um einiges leichter.

So kann man sehr praktisch die beste Uhrzeit für das Shooting planen, ebenso wie die sinnvollsten Shooting-Richtungen oder Locations am Ort des Geschehens. Sprich, wie werden die Schatten sein, wann hat das Model die Sonne im Rücken etc.

Neben der praktischen Kartendarstellung bekommt man den Sonnenstand auch noch in Diagramm-Form dargestellt, über die man sehr schön sehen kann, wie hoch die Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt stehen wird. Sehr praktisch, wenn man planen möchte, ob bestimmte Objekte an der Shooting-Location zu sehr Schatten werfen werden oder nicht.

Ich finde die App Sunlight Tracker wirklich klasse und finde, dass sich die 1,59 alle mal gelohnt haben.

Video-Tutorial: Kamera-Profile in Lightroom

Als ich vor über Jahren das erste mal meine RAW-Bilder der Nikon D70s in Lightroom importiert hatte, gab es einen Effekt, der mich bis gestern verfolgt und geärgert hatte.

Kurz nach dem Import wurden meine Bilder nämlich so am Monitor dargestellt, wie ich sie am Monitor meiner Kamera gesehen hatte, aber dann, nach dem Lightroom das RAW quasi selbst entwickelt und nicht mehr auf das eingebettete Bild zurück griff, wurde das Bild etwas flauer, Hauttöne passten nicht mehr so richtig und ich war erst mal unzufrieden.

Natürlich habe ich durch entsprechende Vorgaben und spielen an den verschiedensten und in Lightroom ja reichlich vorhandenen Reglern meine Einstellung gefunden. Geblieben ist aber dieser nervige effekt, direkt nach dem Import.

Da ich sehr lange mit Lighroom 1.x gearbeitet habe, bin ich leider erst jetzt, vor zwei Wochen, auf die neuen, zusätzlichen Kamera-Profile gestoßen, die es im Entwicklungs-Modus unter Kamerakalibrierung zu finden sind. Und voila, mit dem Profil „Camera D2X Mode 1“ bin ich sehr zufrieden und habe diese Einstellung jetzt direkt für den Import von NEFs eingestellt.

Wie, wo und was man da einstellen kann, findet Ihr in meinem aller ersten HD-YouTube-Video-Tutorial:

Ich hoffe, Ihr konntet mir folgen und was mit dem Video anfangen, auch wenn es leider etwas von der Auflösung hinkt!


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Magistus in Action! :-)

Magistus in Action - HEADER - by Sirius77

Nach dem ich jetzt schon über meinen Hut geschrieben habe und Euch auch habe wissen lassen, was ich alles so mit mir rum schleife, wenn ich Outdoor shoote, will ich Euch nicht vorenthalten, wie dass dann bei mir so aussieht, also draußen in Action meine ich.

Aber seit gewarnt, hier sind jetzt nicht unbedingt die grazilsten Bilder zu erwarten, na ja, zumindest nicht von dem Typ im blauen T-Shirt. 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ganz herzlich möchte ich mich noch bei DIE UNSCHULD für das tolle Shooting bedanken (die Bilder kommen auch bald) und bei Sirius77, meinem Studio-Partner und hier auch Shooting-Partner, für die Making-Offs und die super Zusammenarbeit. Es hat super viel Spass gemacht mit Euch!!