60 Tage Adobe Behance – Ein Fazit

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Seit gut 60 Tagen bin ich jetzt auf Behance aktiv, Zeit für ein Fazit!

Was fällt auf?

Behance ist bei weitem nicht nur eine Plattform für Fotografie sondern stellt die gesamte Vielfalt der von Adobe abgedeckten Design u. Kunst Bereiche ab. Man findet also nicht nur herausragend coole und inspirierende Fotoprojekte sondern auch Typography, versch. Design-Projekte oder UI-Themen. Das ganz natürlich von einem weltweiten Teilnehmerkreis.

Was gefällt mir?

Was für mich früher 500px war, ist jetzt Behance für mich. Ein Platz voller Inspiration für eigene Projekte aber auch ein Platz um mich bei Höhenflügen auf den Boden der Tatsachen zu bringen oder mich bei Tiefs zu motivieren weiter zu machen und sich weiter zu entwickeln.

Zudem gibt es auch ein paar Handfeste Punkte die mir bei Behance sehr gut gefallen:

  • Das Design und die übersichtlich gestaltete Benutzeroberfläche
  • Die Möglichkeit auch offiziell Akt-Bilder hochladen zu dürfen (bei entsprechender Markierung), welche für Nicht-Behance-User nicht sichtbar sind
  • Das man sich Sammlungen anlegen kann von coolen Projekten die man sich merken möchte
  • Man Feedback von Gleichgesinnten bekommt
  • Man Behance Projekte direkt als Grundlage für Adobe Portfolio (dazu in einem späteren Artikel mehr) verwenden kann
  • die Möglichkeit Bilder direkt aus Lightroom CC Bilder übernehmen zu können
  • Die schöne Darstellungsmöglichkeit der Projekte
  • Keine Einschränkung hinsichtlich Bildanzahl, man kann sogar Videos einbinden
  • Der Support tatsächlich reagiert, wenn es mal Probleme gibt (siehe Negativ)

Was ist eher negativ?

Das Positive überwiegt für mich, aber natürlich stören mich auch ein paar Dinge. So ist Behance eben doch eine amerikanische Plattform und es stellt sich die Frage, wie lange das doch eher liberale Vorgehen bzgl. Nude Art erhalten bleiben wird. Schon jetzt ist es so, dass ein wohl automatisierter Filter etwas übermotiviert das ein oder andere Bild als zu freizügig kennzeichnet und das Projekt damit nur noch privat geteilt werden kann (was immerhin trotzdem noch funktioniert). Glücklicherweise hat man aber die Möglichkeit den Support zu kontaktieren, die dann auch tatsächlich reagieren und einen Fehler auch korrigieren.

Hier mal in kürze ein paar Negativpunkte:

  • Übermotivierter Adult-Wächter
  • nicht chronologische Darstellung der Behance Aktivitäten
  • keine Markierung welche Projekte man sich schon angeschaut hat
  • Adobe Live (Video-Aufzeichnungen von Adobe Events) ist sehr wenig auf Fotografie bezogen

Empfehlung?

Ja, unbedingt! Wer ein Adobe CC Abo hat, sollte sich unbedingt Behance genauer anschauen. Speziell in Verbindung mit Lightroom um Adobe Portfolio hat es meinen Web-Präsentations-Workflow stark vereinfacht und verbessert. Zudem sind auf Behance gezeigten Projekte der vielen großartigen Krativkünstler wirklich der Hammer und bilden ein tolle Inspirationsbasis für das eigene schaffen.

Schau vorbei! https://www.behance.net/Magistus

Es gibt eine Alternative für Facebook!

Magistus Photography - Thinking about...

Die letzten Tage aber auch schon öfter davon wurden von Facebook Pages mal eben kurz gelöscht, die über Jahre gepflegt und jede Menge Follower hatten.

Für viele sind diese Seiten wichtige Einkommensquellen, wenn z.B. Models oder Fotografen einen großen Teil ihrer Bookings über die Seiten generieren. Schöne Scheiße also, wenn eine solche Seite mal eben von Facebook ohne Einspruchsmöglichkeit gesperrt werden.

Und jedes mal höre ich nach so einer Mistaktion von Facebook die selben Leier: „Es gibt ja keine Alternative zu Facebook“, „woll soll man sonst hin“, „die Russen haben ja wenigsten VK“ …

Was für ein Mist!

Es gab und gibt in Deutschland meiner Meinung nach schon seit sehr langer Zeit eine optimale Alternative für Fotografen und Models aus dem deutschsprachigen Europe, nämlich die Model-Kartei.de

Ja, es gab eine Zeit, da wurde es etwas ruhiger, weil alle gemeint haben zum Hippen Facebook wechseln zu wollen. Übrigens zu einer Plattform, betrieben aus den USA, mit fragwürdigem Verständnis für Datenschutz, vollkommen verklemmter Sicht auf den nackten menschlichen, insbesonder weiblichen Körper und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen was Sperrungen angeht.

Und dann wundert man sich immer wieder, warum eben eine solche Plattform Seite, Gruppen oder einfach Bilder sperrt, die nach Ansicht irgend eines anonymen, vielleicht in einem vollkommen anderen Kulturkreis aufgewachsenen und lebenden Admin gelöscht werden.

Die MK nimmt, zumindest gefühlt, durchaus wieder kräftig Fahrt auf. Ich habe in der Model-Kartei.de einen deutschen Betreiber, auf deutschen Servern mit einer absoluten Ausrichtung auf die People Photography.

Ich habe in der MK direkten Kontakt zu den Leuten die das dort managen, werde nicht sofort wegen jedem Scheiß gesperrt und habe zumindest die Möglichkeit bei den Entscheidern Einspruch einzulegen. Mal ganz davon abgesen, dass Bilder nicht gleich beim auch nur ansatz weise zu erkennenden Nippel gesperrt werden und man mit Sanktionen zu rechnen hat.

Ja, die MK mag nicht optimal sein, was Mobile-Use angeht, mit dem https://messenger.model-kartei.de ist aber eingroßer Schritt in Richtung Smart Phone getan. Ich habe da jetzt auch die Möglichkeit Gruppen-Chats zu eröffnen und Bilder als Beispiele für Shoots zu schicken und der Stream von abonnierten „Freunden“ ist super praktisch.

Ja, ich bin Fan der MK, aber nein, für diesen Artikel bekomme ich kein Geld!

Wollte nur mal kurz meine Meinung Kund tuen. Übrigens bekomme ich immer noch rund 80 – 90 Prozent „meiner“ Models über die MK.

Facebook beeinflusst die Art der produzierten Bilder

Ich fotografiere jetzt schon erschreckend lange (über 10 Jahre) bewusst Menschen. Ich meine damit also nicht das Knipsen der lieben Verwandten oder Freunde, sondern das Fotografieren im Rahmen von Shoots. Und in dieser Zeit hat sich extrem viel geändert!

Eine Änderung die ich beobachte, betrifft die Art der Bilder, die heute im Vergleich zu früher entstehen und die nicht seltene Begründung dahinter – und diese Änderung hängt meines Erachtens mit Facebook zusammen.

Mit fällt verstärkt auf, dass in der Generation Facebook nur noch Bilder produziert werden, die „Facebook-Konform“ sind!

Was meine ich damit: Ich meine damit Bilder die nicht zensiert werden müssen, sprich reine Fashion, Portrait u. Lifestyle-Bilder – Aktfotografie ist praktisch nicht existent.

Das ist natürlich nichts schlimmes, falls man die Art der Bilder nur am eigenen Geschmack orientiert. In jedem Fall aber ist es auffallend, dass ich z.B. immer öfter gefragt werde, warum ich denn immer noch solche Bilder mache, die ich zum Teil nun mal mache – sprich unverdeckte Akt u. Erotikbilder, obwohl die doch auf Facebook überhaupt nichts bringen.

Warum ich solche Art Bilder überhaupt mache, dazu in einem anderen Beitrag mehr, aber warum ich sie NOCH IMMER mache, ob wohl sie mir doch auf Facebook / Instagram anscheinend überhaupt nichts bringen, dazu hier ein paar Gründe:

  1. Ich finde solche Bilder cool – Facebook-Konforme Bilder finde ich zum Teil sehr langweilig oder extremst austauschbar
  2. Ich sehe es nicht ein, nur weil ein prüder Amerikaner ein Problem mit Nacktheit hat, meiner Art der Bilder zu ändern
  3. Es gibt tatsächlich auch noch andere Plattformen außer Facebook / Instagram. Kein Scheiß!! Wenn ich Bilder poste (übrigens auch die, die nicht zensiert werden müssen), dann poste ich die in der Model-Kartei.de, auf 500px, in Tumblr, natürlich meinem Blog u. teilweise auch noch auf anderen Plattformen. Und ja, da geht durch aus auch was – da ist nicht tote Hose, nur weil sie nicht zu Facebook gehören!
  4. Wenn ich ein zensiertes Bild auf Facebook poste, lass ich das zensierte Bilde ja nicht einfach „in der Luft“ hängen sondern verweise auf Plattformen, auf der Toleranz noch gelebt wird und man die Bilder unzensiert sehen kann. Und bringt das was? Aber Holla, heftig bringt das was. Die Zahl der Besuch z.B. auf meinen Blog schießen bei solchen Posts in die Höhe. Es gibt fast keine bessere Möglichkeit um den Traffic auf einem Blog in die Höhe zu treiben (so von wegen Reichweite und so…).
  5. Auch wenn ein Bild zensiert ist, macht es natürlich Werbung für mich, meine Bilder und durchaus auch für die Models – dabei ist es sehr spannend, dass nicht mal zwingend die zensierten Bilder eine geringere Reichweite bekommen als unzensierte (brave) Bilder.

Soweit fünf Gründe, warum ich der Meinung bin, dass Bilder bei denen eine Zensur notwenig sind, auch im Zeitalter des prüden amerikansierten Social Media noch was bringen.

Was haltet Ihr von meiner Beobachtung? Ist die Generation Facebook wirklich durch die Einschränkungen und die Zensur von Facebook braver geworden?

Ein TfP-Photoshoot ist kein Test-Shoot!

 

O.k. – ein TfP-Shoot KANN auch ein Test-Shoot sein, ist es aber auf jeden Fall nicht zwangsläufig!

Ich lese immer wieder, dass Fotografen Models für ein Test-Shoot suchen, oft ist dabei dann ein TfP-Shoot gemeint. Aber, das T in TfP steht nicht für Test sonder für Time – also Time for Print/Picture.

Möchte ein Fotograf etwas neues Testen, also ein Test-Shoot machen, dann kann er hierfür Models auf TfP oder Pay-Shooting bieten. Manche Fotografen bieten, ob zurecht oder nicht, TfP nur für Test-Shoots an.

Als Model sollte man sich dann aber im klaren sein, dass hier getestet und damit die Bezahlung für das Model, nämlich das P (Picture) in TfP auch in die Grütze gehen kann. Natürlich ist das Risiko bei guten Fotografen geringer als bei Anfängern.

Bietet ein Fotograf aber ein TfP-Shoot an, kann das Model eine professionelle Photo-Session erwarten, bei welcher der Fotograf weiß was er macht und nicht „rumtestet“. Letzt endlich ist ein TfP-Shoot nichts anderes als Pay-Shoot, nur das die Entlohnung nicht monetär sondern in Form von Bildern erfolgt.

Nicht selten wäre es Fair, ein wenig mehr auf die Wortwahl zu achten und, als Model, auch mal nachzufragen, was der Fotograf denn mit Test-Shoot meint.

So, genug Kluggeschissen – habt Spass bei Eurem nächsten Shoot (egal ob Test, TfP oder Pay)!

Seht Ihr das anders? Lasst es mich wissen!

MK: Top 5 Kriterien zur Bewertung einer Model-Kartei.de Sedcard [Quick-Tipp]

Ich habe am vergangene Woche ein Tutorial zur Shootingbewertung in der Model-Kartei.de veröffentlicht. Damals habe ich geschrieben:

Dabei sollte die Shootingbewertung aber nicht als einziges Kriterium zur Beurteilung einer möglichen Zusammenarbeit  herangezogen werden. Nicht selten kommt es zu Rache- oder Gefälligkeitsbewertungen. Die Shootingbewertung ist deshalb eine wichtige von mehrere Kriterien, um einen möglichen Shooting-Partner zu beurteilen.

Hier also meine Top 5 Kriterien nach denen ich Sedcards beurteile:

1.) Gefallen mir die Bilder bzw. die Ausstrahlung des Models auf der Sedcard

2.) Passen die Aufnahmebereiche für das von mir geplante Projekt

3.) Stimmen die Rahmenbedingungen, bestehend aus Sedcardtext, räumlicher Entfernung, Maßen und möglicherweise angegebenen Shootingkonditionen (Pay, TfP, …)

4.) Wie sehen die Shooting-Bewertungen aus? Alles Positiv? Sind möglicherweise vorhandene negative Bewertungen zu vernachlässigen oder schließen sie eine Zusammenarbeit aus?

5.) Hat das Model schon mit mir bekannten Personen zusammen gearbeitet? Evtl. kann man hier nach einer Referenz zum Model fragen.

Sicherlich hat jeder seine eigenen Kriterien und nicht selten handelt es sich um ein Bauchgefühlt bei der Auswahl. Und nicht zu vergessen, hier geht es um eine erste Auswahl. Anschließend natürlich wesentlich entscheidender ist die Kommunikation nach der ersten Kontaktaufnahme!

Cool (Pixel) Babe

Cool Babe (Pixel Version) - Sexy and Cool Studio Portrait - © by Magistus
Cool Babe - Sexy and Cool Studio Portrait - © by Magistus
Cool Babe (Pixel Version) – © by Magistus

What do you think? Is this Pixel-Version of the original „Cool Babe“ Picture form my latest shooting with model Moony Mara really cool or to much?

From time to time I’ll try to save some time for photoshop testings end experiences. This time I had a look into some pixel-effect photoshop tutorials. Well yes, for sure it is a first try, but in some why I love it. But to be very honest, I’m undecided if the un-pixeled version is my favorite or the pixeled.

Cool Babe - Sexy and Cool Studio Portrait - © by Magistus
Cool Babe (Beauty Version) – © by Magistus

So I’m really interested to read your opinion! And, if you have some good tipps about pixel-effect photoshop tricks and/or tutorial please post the links!

Oh, by the way, if tried a „Smudge“ version too but I think it is a bit to fency, right?

Cool Babe - Sexy and Cool Studio Portrait - © by Magistus
Cool Babe (Smudge Version) – © by Magistus

Neues Blog-Design

Wie vielleicht einige bemerkt haben, hat sich hier im Blog einiges getan. Damit meine ich nicht neue Bilder (ja, die gab es auch), sondern das grundlegend neue Design.

Ich möchte mit diesem neuen Design meine Bilder noch stärker in den Vordergrund rücken. Zum einen natürlich, weil ich meine Bilder gerne noch präsenter darstellen möchte, leider aber auch, weil ich immer weniger dazu komme umfangreichere Text-Eintrage zu schreiben. Das mag sich in der Zukunft wieder ändern, im Moment macht es aber wenig Sinn das Blog-Design so weiter zu führen wie es war.

Für andere WordPress.com User: Ich habe mich für das kostenlose Pictorico Theme von WordPress entschieden. Für nicht WordPress.com-Nutzer – Das hier ist kein Self-Hosted-WP-Blog. Ich bin, was die Templates u. Funktionen angeht, auf das angewiesen, was mit WordPress.com bietet. Dafür muss ich mich aber um Updates, Security etc. weniger Sorgen machen.

Das Haar in der Suppe…

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Ich möchte heute mal eine Frage in die Runde stellen: Sucht Ihr auch das Haar in der Suppe?

Ich nicht, deshalb würden mich die Beweggründe interessieren!

Wie komme ich drauf? Heute hat ein Model ein gemeinsames Bild online gestellt. Cooles Bild, wie ich finde, das ist aber natürlich eine persönliche Wertung, sonst hätte ich es nicht veröffentlicht. Ein Kommentator fand das Bild augenscheinlich auch sehr cool. Zumindest würde ich den Satz so werten:

„Sehr coole Bild, ich musste lange suchen bis ich was finde.“

O.k., da findet also jemand ein Bild erst mal sehr cool. Schön, freut mich. Muss ich dann das Haar in der Suppe suchen, sprich möglichst so lange suchen, bis ich doch noch einen „Fehler“ finde? Im aktuellen Fall wurde dann angemerkt, dass die Erkennungsmarken nicht gestempelt waren und der Lauf der Waffe nicht schwarz war. Sicherlich korrekte Anmerkungen, keine Frage.

Aber mal im Ernst, wenn ich mir ein Bild anschaue, lasse ich es in seiner Ganzheit auf mich wirken und wenn es mir gefällt, gefällt es mir. Ich fühle mich nicht dazu berufen auf jeden Fall einen Fehler zu finden und es meinem „Gegenüber“ wissen zu lassen. Warum auch, das Bild gefällt mir ja. So what…?

Ich merke auch bei anderen wirklich genialen Bildern immer wieder, dass versucht wird auch beim coolsten Bild noch einen Fehler zu finden. Warum?

Hier spreche ich auch nicht von „Hatern“ die den Schöpfer runter machen möchten, ich glaube wirklich, dass die Kommentatoren das Bild cool fanden. Aber aus irgend einem Grund fühlen sie sich auch berufen, das Haar in der Suppe zu finden.

So, jetzt seit Ihr dran, reagiere ich über? Gehört Ihr auch zu den Haar-Suchern und wenn ja, warum?

Dann shootet doch Steine!

Herje, ich muss mal was los werden. Zunehmend gehen mir diese ganzen Jammer-Postings auf div. Plattformen ob der Unzuverlässigkeit von Models auf den Zeiger.

Klar, es ist immer ärgerlich und manchmal auch einfach enttäuschend bzw. schade, wenn man von einem Model versetzt wird, aus welchen Gründen auch immer.

ABER MUSS ICH DAS DENN DANN JEDES MAL POSTEN?

Liebe Fotografen, jeder, der in der People-Fotografie unterwegs ist, hat schon absagen erleben müssen. Und jeder hat es auch überlebt! Also kein Grund sein Leid in ausufernden, am besten noch pauschalisierenden Postings zu zelebrieren. Das hilft niemand, kostet Zeit und NERVT.

Ein Tierfotograf beschwert sich auch nicht, wenn mal wieder der Fuchs nicht stehen geblieben ist und ein Makro-Fotograf klagt nicht, wie die Natur ihm wieder übel mitgespielt hat, als ein Windhauch sein Bild verwackelt hat. Ihr People-Fotografen arbeitet mit Leuten – und da hat man es halt auch mit Unwägbarkeiten zu tun. Da wird mal jemand krank oder ist unzuverlässig. Das ist ein Teil der Herausforderungen in diesem Bereich der Fotografie. Also, ärgert Euch, das ist normal – aber um Himmels willen, es interessiert niemand, wie beschissen ihr das mal wieder findet.

Und wenn Ihr das nicht ab könnt: Dann fotografiert doch Steine! Aber Vorsicht, nicht, dass sie davon rollen…

So, genug lamentiert! 🙂 Ich poste das jetzt mal, damit jeder was von meinem Leid hat… 😉

Die Sache mit Adobe CC …

Bildschirmfoto 2013-05-08 um 15.27.52Im Moment wird heiß diskutiert  was für eine tolle Errungenschaft oder absoluter Schwachsinn den die Adobe Creative Cloud oder kurz CC nun ist.

Von vielen schon als „Creative Clown“ bezeichnet, möchte ich mal mein eigenes Licht auf das Thema werfen. Ich nutze die Photoshop-Version von Adobes Abo-Service nun schon erfolgreich und gerne seit ein paar Monaten. Alles überhaupt kein Thema, ich war froh, endlich eine aktuelle Version von Photoshop zu haben, ohne einen riesen Euro-Brocken auf einen Schlag latzen zu müssen.

Gut, ich hatte der Vorteil, dass ich bisher nur mit einer sehr alten Studentenversion und/oder Elements gearbeitet habe. Als ich da aber heraus gewachsen war, kam mir die Option, Photoshop in monatlichen Raten zahlen zu können, ganz gelegen.

Allerdings schreckte mich etwas ab, dass das wohl „In the Cloud“ sein sollte, was ich für Quatsch hielt. Bis ich gemerkt habe, dass der in zwischen in der IT inflationär missbrauchte Begriff Cloud auch hier nur ein Marketing-Gag ist. In Wahrheit installiert man Photoshop, auch das kommende Photoshop CC, ganz normal auf seinem Rechner. Das einzige Cloudige an der Geschichte ist, dass man die Software halt online runter läd (was früher auch schon eine Option war) und man zusätzlich halt noch einige GB an Online-Diskspace bei Adobe bekommt, um seine Files z.B. zwischen versch. Rechnern synchronisieren zu können. Zudem muss man mindestens einmal im Monat online sein, damit Adobe checken kann, ob man noch zur Nutzung der Software berechtigt ist.

Übrigens ist der Online-Speicher wirklich ausgesprochen flott und gerade zum Austausch größerer Files wesentlich schneller und damit besser geeignet als z.B. Dropbox. Ich nutze den Online-Speicher deshalb recht gerne als Ergänzung zu meiner ohnehin vorhandenen Dropbox.

Soviel zu meinem persönlichen User-Case bei dem Adobe CC sehr gut gepasst und mir persönlich sehr entgegen gekommen ist.

Kritisch zu sehen sind aber sicherlich einige Aspekte was das Vorgehen von Adobe u. die Archivierbarkeit von PSDs angeht!

Zum einen sieht die Kosten-Nutzenkalkulation sicherlich schon ganz anders aus, wenn man schon im Besitz einer einigermaßen aktuellen Photoshop-Version ist und möglicherweise überhaupt nicht den Bedarf an regelmäßigen Update sieht. Zusätzlich mag es für so manchen geschäftlichen Einsatz lukrativer sein, zu einem bestimmten Zeitpunkt die Investition eines Kaufs zu tätigen, anstatt immer wieder jeden Monat Betrag X zahlen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass ein Zwang, in ein anderes Bezahlmodell wechseln zu müssen, grundsätzlich zu einem Aufschrei führen wird.

Gerade im eher konservativen Deutschland ist das Thema Miet-Software nach wie vor sehr heikel zu sehen. Auch viele Semi-Profi-User haben lieber einmal eine Volllizenz in der Hand, ohne laufende Fixkosten, auch in Zeiten, in denen es einem manchmal nicht so gut geht.

Wesentlich kritischer sehe ich das Argument einer befreundeten Künstlerhin hinsichtlich eines langfristigen Zugriffs auf die eigene, mit Photoshop geschaffene Kunst. Man erstellt aktuell mit der gemieteten Software seine Grafiken, Photo-Werke, sein digitales Herzblut, kann aber nur so lange darauf zugreifen, so lange man dafür zahlt. Was aber, wenn man in ferner Zukunft nicht mehr dafür zahlen kann, auf Grund von Arbeitslosigkeit, Ruhestand usw.? Oder, langfristig auch nicht von der Hand zu weisen, was ist, wenn Adobe plötzlich vom Markt verschwinden sollte, die Software dann, mangels Connection zum Aktivierungsserver nicht mehr aktiviert werden kann? Oder man möchte neue Versionen überhaupt nicht, weil sie dem eigenen Workflow nicht entgegen kommen, wie lange bleibe alte Version aktivierbar.

Ganz davon abgesehen, liefert man sich mit einem Abo-Modell immer auch der Preispolitik des Herstellers aus. Und gerade Adobe hat sich hier in der Vergangenheit nicht eben mit Ruhm bekleckert. Hat man eine Software gekauft, muss man neue Preise nicht mitgehen, man kann aber noch immer auf seine Werke zurück greifen. Im Abo-Modell ist das nicht der Fall. Will man neue Monats-Preise zukünftig nicht mitgehen, muss man kündigen. Dann wird aber auch die Software abgeschaltet und ein Zugriff auf die eigenen Werke ist nicht mehr möglich.

Fazit: Ich sehe den Abo-Zwang, den Adobe einführt als sehr kritisch an. Ich persönlich kann damit leben, für viele aber ist Adobe Creative Cloud aber ein sehr schlechter Witz und aus mancher Perspektive zurecht. 

Weitere Meinungen:

BrownzArt – Photoshop CC – Erfahrungsbericht

Im Tagesgespräch: Adobe stellt die Creative Suite ein (…)

Online Petition gegen Adobe CC

Adobe wechselt in die Cloud

Thinking about – Model-Kartei.de

Ich freue mich schon auf das Model-Kartei.de Sommerfest heute Abend und bin gleich ausnahmsweise Begleiter bei einem sicherlich interessanten Shooting. Ich freue mich wirklich auf das Fest und einen hoffentlich coolen und entspannten Tag u. Abend.

Grund genug, hier mal eine Lanze für die Model-Kartei zu brechen. Ja, die MK hat, wie alle Communities u. Foren einige Trolle die immer wieder für Kopfschütteln sorgen und ja, die Models sind auch hin und wieder unzuverlässig, ebenso wie so mancher Fotograf. Und ja, viele Bilder sind Schrott.

ABER, diese eben genannten Punkte sind die Probleme im Grunde aller ähnlich gearteten Plattformen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger stark ist die Model-Kartei davon betroffen.

Die Model-Kartei ist aber eben auch die größte Plattform für Models u. Fotografen für den deutschsprachigen Raum. Nirgendwo sonst findet man so einfach, schnell und auf einer Plattform Models, Fotografen oder Visagisten. Nirgendwo sonst kann man einfach Kontakte knüpfen. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht, denn mindestens 90% allermeiner Shootings haben Ihren Ursprung irgendwann mal in der MK gehabt.

Denn taucht man etwas tiefer ein, betreibt Networking, geht vielleicht auch mal zu lokalen Events oder Stammtischen, kann mich sehr schnell ein Netzwerk aufbauen auf das man sein Hobby aufbauen kann.

Nein, die MK ist keine Plattform um groß raus zu kommen, auch wenn es wirklich herausragende Fotografen, Models u. Visas in der MK gibt. Trotzdem, es ist keine Business-Plattform. Aber, man kann mit und über die MK viel Spaß haben und tolle Leute kennen lernen. Und, zumindest ist es bei mir so, Freundschaften schließen.

Was andere auch sagen mögen, ich finde die MK geil!

Und ich schreibe das jetzt nicht, damit mir Hendrik (MK Cheffe) heute Abend einen ausgibt.

Hm, obwohl, ….  🙂