Ist es Euch auch schon so gegangen, dass wenn ihr nach einer Location sucht, diese genau in diesem Moment super schwer zu finden ist, man sonst aber praktisch täglich dran vorbei fährt? Mir ist das neulich so gegangen, als ich zusammen mit den Modellen Feuerblüte & Rames ein lange geplantes Strohballen-Shooting machen wollte.
Ich glaube wir sind das komplette Rhein-Main-Gebiet abgefahren, auf der Suche nach einem coolen Feld mit Strohballen, wo im Hintergrund keine Industrieanlage, Häuser oder Strommasten die Aussicht verschandeln. Zum Glück sind wir hartnäckig geblieben, denn kurz vor dem Aufgeben haben wir noch ein cooles Feld gefunden.
Das Shooting war dann auch, wie schon fast bei dem Team zu erwarten, super cool und erfolgreich, auch wenn wir doch etwas zu früh mit dem Shooting begonnen haben und die Sonne noch seeehr kräftig auf uns herunter geballert hat. Allerdings hatte ich immer die Befürchtung, dass die um uns herum schwirrenden Bauern die Ballen vor unserer Nase abräumen.
Aber nun gut, mit Reflektor und Gegenblitz hat es dann, wie ich finde, doch recht gut funktioniert mit den Bildern:
Zusammen mit Farbtäume (Bodypainting), Merlin1 (Foto), Larissa H. (H&M) und den wunderbaren Modellen, TigerVamp, Tigermaus und Jenne haben wir vor zwei Wochen ein super geniales Bodypainting-Shooting in einem Kieswerk durchgezogen.
Durchgezogen deshalb, weil das Wetter nicht gerade ideal war. Dabei war der hin und wieder einsetzende Regen nicht mal das schlimmste, die „sommerlichen“ Temperaturen um 16°C waren für die wirklich umwerfenden Models eine besondere Herausforderung.
Die Ergebnisse waren dann aber alle Mühe wert und die Location hat im Kontrast zu den Paintings den letzten Kick gegeben.
Hier eine kleine Auswahl der Bilder von besagtem Wochenende:
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Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten und an die Geschäftsführung des Kieswerks für die tolle Unterstützung! .
Nach dem ich jetzt schon über meinen Hut geschrieben habe und Euch auch habe wissen lassen, was ich alles so mit mir rum schleife, wenn ich Outdoor shoote, will ich Euch nicht vorenthalten, wie dass dann bei mir so aussieht, also draußen in Action meine ich.
Aber seit gewarnt, hier sind jetzt nicht unbedingt die grazilsten Bilder zu erwarten, na ja, zumindest nicht von dem Typ im blauen T-Shirt. 🙂
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Ganz herzlich möchte ich mich noch bei DIE UNSCHULD für das tolle Shooting bedanken (die Bilder kommen auch bald) und bei Sirius77, meinem Studio-Partner und hier auch Shooting-Partner, für die Making-Offs und die super Zusammenarbeit. Es hat super viel Spass gemacht mit Euch!!
Heute mal wieder „nur“ ein Portrait, dafür aber eins, das es in sich hat. Das erste Portrait aus meinem Emotions-Shooting mit der wunderbaren Feuerblüte.
Ehrlich gesagt hatte ich schon gehörigen Respekt vor dem Shooting. Warum? Einfach, weil wir hier echte Emotionen zeigen wollten und die Balance von Distanz, Voyeurismus und Einfühlungsvermögen etwas war, was bisher bei meinen Shootings nie in diesem Maße gefordert war.
Um so größer mein Dank an Feuerblüte für das wirklich sehr große Vertrauen und die wunderbare Zusammenarbeit!
Ich bin jemand, der immer möglichst für alle Eventualität gerüstet sein möchte, so auch bei meinen Outdoor-Shootings. Und da sich immer mehr herausstellt, dass man nie genug Kram dabei haben kann, heute einfach mal ein paar Tipps für People-Fotografen die ein Outdoor-Shooting durchführen möchten.
Zu aller erst, plant das Shooting!
Denn bei einem Outdoor-Shooting gibt es viele Komponenten die zusammen passen müssen. Dinge, die man beeinflussen kann, aber auch viele Sachen, die man nicht in der Hand hat (das ist das Wetter nur eines von vielen Unbekannten). Um so wichtiger ist es, vorbereitet zu sein.
Los geht es mit dem Thema:
Was wollt Ihr draußen machen? Wollt Ihr Beauty-Bilder im Raps-Feld, Fashion-Aufnahmen vor einem Barock-Schloss oder Dirty-Bilder im Urwald machen? Welchen Bereich wollt Ihr fotografieren (Fashion, Portrait, Dessous, Akt)? Erst wen Ihr hier Klarheit habt, könnt Ihr anfangen, die verschiedenen Komponenten zusammen zu suchen.
Weiter geht es, die Location:
Ihr wollt normalerweise nicht an Plätzen shooten, die bereits bei 1000 anderen Shootings als Kulisse herhalten mussten. Das bedeutet suchen, auch einfach mal los zu ziehen, zu wandern, Leute befragen, Fremdenführer wälzen, Karten studieren und Google Maps bis zum erbrechen nützen. Das ist mühselig, ein Shooting on Location lebt aber eben von der Location, deshalb ist hier jede Mühe wert.
Allerdings solltet Ihr hier nicht nur den Coolness-Faktor betrachten. Wichtig sind auch andere Punkte:
Ihr müsst an der Location shooten und dann vor allem auch die Bilder nutzen dürfen!
Ist die Location überlaufen oder abgelegen? Wenn dort viele Leute sind, fallen Shooting-Bereich wie Dessous oder Akt in der Regel schon mal flach.
Kommt man an die Location mit Ausrüstung mit dem Auto ran oder müsste man eine Wanderung einplanen?
Und da gibt es sicherlich noch eine unzählige Anzahl weiterer Punkte die man bedenken sollte. Wichtig ist einfach, dass man nicht mal eben loszieht!
Und jetzt das richtige Model:
Das Model muss zum Thema passen, ist ja klar. Outdoor sind aber noch ein paar weitere Punkte zu beachten. Shootings Outdoor können immer auch bedeuten, dass man Zuschauer hat. Das ist vielen Modellen unangenehm und lenkt sie ab. Dann macht es natürlich kein Sinn, ein High-Fashion-Model für ein Shooting zu buchen, dass schon die Krise bekommt, wenn es mal durch eine ungemähte Wiese geht oder Ihr sogar ein Shooting plant, bei dem es eher in den Bereich Adventure oder ähnliches gehen soll.
Mal ganz davon abgesehen, muss sich bei einem Outdoor-Shoot jeder im klaren sein, dass man sehr sicher auch mal ein Stück laufen muss und das ne Menge zu transportieren ist. Da wird jede Hand benötigt, was bedeutet, dass sich weder Model, noch eventuelle Begleitung zu schade sein darf, auch mal mit anzupacken.
Bleibt noch der ganze „Kleinkram“:
Und ich spreche hier jetzt nicht von dem ganzen fotografischen Kram wie Foto, Akkus, Aufheller etc. und natürlich auch nicht von meinem Hut, sondern von all dem Kram drum rum.
Schuhe! Ich hatte schon mal das Problem, dass mein Model nur FlipFlops dabei hatte. Zur Location ging es aber über Stock und Stein. Keine gute Kombination. Mach also vorher aus, was Dein Model alles mitbringen soll und denk dabei nicht nur an das Shooting, sondern auch an davor und danach.
Hier einfach mal eine Liste, ungeordnet runter geschrieben, was bei mir bzw. beim Model immer mit dabei sein sollte:
Ausrüstungsberg
– Wasser: Insbesondere zum trinken, aber eben auch mal um irgend was sauber zu machen. Damit ist durch aus auch mal das Model und der Fotograf gemeint. 🙂
– Sonnen-, Insekten-/Zecken-Schutz: Wenn es durch Busch und Wiese geht und das Shooting womöglich an einem Gewässer statt findet, sind insbesondere die beiden letzt genannten Mittelchen seeeehr wichtig. Zwar geht das Shooting auch ganz gut ohne, die Nachwirkungen können aber sehr ätzend sein, wenn man sich damit nicht vorher reichlich versorgt und präpariert hat.
– Messer: Das gute alte Taschenmesser – immer noch der Helfer in allen Lebenslagen, auch beim Shooting Outdoor!
– Regen- und auch Sonnenschutz: Ein großer Schirm kann da sehr nützlich sein. Bei Regen um das Model, sich und vor allem die Kamera in Sicherheit zu bringen, bei starker Sonne, um zu verhindern, dass beim Model das Make-Up davon läuft.
– Handtücher: Denkt an ein paar alte Handtücher! Bei Shootings, bei denen es ins Wasser geht eh ein Muss, aber auch bei anderen Shootings praktisch zum Abtupfen von Schweiß, zum drauf sitzen, als Schattenspender u.v.a.m.
– Babytücher: Ich habe auch immer einen oder zwei Pack Baby-Tücher dabei. Die Allzweckreinigungswaffen, wenn es darum geht, Menschen wieder einigermaßen sauber zu bekommen.
– Küchentücher: Aus dem gleichen Grund wie die Babytücher.
– Schnur, Panzertape, Wäscheklammern: Einfach für die vielen Gelegenheiten, für die man diese Sachen auch im Studio benötigt.
– Baby-Öl: Ideal auch Outdoor um einen Glanz auf der Haut zu erzeugen, wenn es denn gewünscht ist.
– Ersatz-Klamotten und Schuhe: Gerade wenn es eher in Richtung Adventure geht, saut man sich als Fotograf normalerweise immer ein. Einfach schon alleine durchs hin knien, oder weil man halt auch mit ins Wasser des „Gebirgs“-Bachs stehen muss um die richtige Perspektive zu bekommen. Da ist es dann gut, nachher nicht in den eingesauten Klamotten rumlaufen zu müssen. Das gleiche gilt natürlich nicht zu Letzt auch fürs Model.
Das waren so im Groben die allgemeinen Dinge die ich mit mir oder zumindest im Auto mit mir herum schleife, wenn ich Outdoor ein Shooting plane. Zusätzlich kommen natürlich noch Accessoires dazu, die ich speziell für das Shooting-Thema einpacke, das ist dann aber nochmal ne komplett eigene Sache für sich. 🙂
Neulich habe ich ja erzählt, dass ich es endlich geschafft hab, auch mal ein Shooting im Rapsfeld zu machen. Na ja, und weil es so schön war, hier einfach noch ein zweites Bild aus dem Rapsfeld-Shooting.
Model ist natürlich wieder Feuerblüte, das Rapsfeld war irgendwo um Darmstadt (wo, wissen wir beide selbst nicht so genau):
Spring - by Magistus Fotografie
Das Foto habe ich mit aufgestecktem SB-600 aufgehellt. Und da keine Leiter oder sonst was zum drauf stehen da war, habe ich die Perspektive erreicht, in dem ich in Paparazzo-Manier die Kamera über den Kopf gehalten und ein paar Bilder in Serie geschossen habe. Ich finde ich habe da ganz gut gezielt. 🙂
Mir geht es nach einem Shooting meist so, dass man sich spontan in ein paar Bilder verliebt und diese natürlich auch als erstes bearbeitet. Diese Highlights, die in aller Regel sowohl dem Fotografen als auch dem Model am besten gefallen, drängen sich bei der Sortierung und Auswahl beinahe auf. Und das ist toll! Es sind super coole Bilder, die schon auf den ersten Blick gefallen.
Ich habe es mir aber zur Regel gemacht, Bilder eines Shootings nach ein paar Wochen nochmals durchzusehen. Und genau dieser Abstand zum Shooting lässt mich dann die Bilder entdecken, die ebenfalls ein Knaller sind, die aber von den ersten Highlights einfach total erschlagen wurden. Oftmals sind es aber auch Bilder, die vielleicht nicht zu 100% zum damaligen Grundthema des Shootings gepasst haben, für sich genommen aber trotzdem Highlights darstellen, die es ebenfalls verdient haben, bearbeitet und irgendwann veröffentlicht zu werden.
Diese Nachzügler landen bei mir im Ordner „Nachbearbeitung“ und warten dort, bis ich mal die Zeit habe, mich um sie zu kümmern. Leider kommt das viel zu selten vor, dafür mache ich zu viele neue Shootings mit aktuell und neu zu bearbeitenden Bildern. Aber manchmal klappt es dann doch.
Aktuelles Beispiel ist das folgende Bild, entstanden bereits vergangenen Sommer im August, also fast ein Jahr her:
Caught - by Magistus
Schaut Ihr Euch auch die älteren Bilder an oder sind ältere Shootings bei Euch komplett abgeschlossen, sobald ihr die ersten Bilder bearbeitet habt?
Manche Foto-Klische-Bilder sind deshalb Klischees, weil sie halt einfach schön sind. Also warum nicht auch mal ein Klischee erfüllen und ein Raps-Feld-Shooting machen.
Da sowohl Feuerblüte als auch ich noch nie so ein Bild gemacht haben, sind wir am Donnerstag kurzentschlossen losgezogen und haben uns ein passendes Rapsfeld gesucht. Die Voraussetzungen waren jetzt nicht unbedingt ideal, es ging ein kalter Wind, der Himmel war eher grau als blau und die Regenwahrscheinlichkeit war auch noch recht hoch.
Aber was solls, wir hatten viel Spass, haben an Selbsterkenntnis gewonnen und, wie ich finde, coole Bilder sind auch noch dabei rum gekommen.
Ne, ich habe keine Angst, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt. Und man kann sich sicherlich auch darüber streiten, ob mir ein hut steht. Warum ich aber einen bei Outdoor-Shootings trage, hat einen ganz einfachen, praktischen Grund.
Ein Hut eignet sich vortrefflich als Schattenspender, wenn man auf seinem Kamera-Display mal kurz und grob das eben geschossene Bild begutachten möchte. Ohne einem solchen Schattenspender könnte man das Display in vielen Fällen auch einfach aus lassen.
Den Hut habe ich einfach immer geschickt zur Hand bzw. auf dem Kopf und er ist groß genug um wirklich das Display großflächig ab zu schirmen. Übrigens auch für den Fall, dass z.B. das Model mal einen Blick auf das Bild werfen möchte.
Natürlich gibt es auch die üblichen Gimmicks, im Fotoladen um die Internet-Ecke, zu kaufen.
Da gibt es dann diverse Aufsätze, mit oder ohne Lupe, für spezielle Kamera-Typen oder Universal für viel, sehr viel und viel zu viel Geld. Alle haben aber das Problem, dass ich wieder ein zusätzliches Stück Equipment mit mit herumtragen muss.
Für all jene, die lieber doch nicht mit einem Deckel auf dem Kopf in der Öffentlichkeit rum laufen wollen, aber ein Tele mit sich herum schleifen, gibt es noch einen weiteren kostengünstigen Tipp.
Die Gegenlichtblende eignet sich ebenfalls ganz ausgezeichnet zum abschatten des Displays. Der Durchmesser passt recht gut auf das Display und bietet in aller Regel ebenfalls genug Schatten, um das Bild einigermaßen gut beurteilen zu können.
Ich habe halt normalerweise kein Tele dabei, weshalb das mit der Gegenlichtblende eher weg fällt.
Tja, und das war sie auch schon, die Erklärung mit dem Hut… 😉
Noch drei Punkte aus gegebenem Anlass:
— Ich kriege die absolute Krätze, wenn man auf nette Anschreiben nicht reagiert! Eine Reaktion kann auch eine Absage sein, ich werde es überleben.
— Ebenso nervig und unhöflich ist es, über keinen Kommunikationskanal erreichbar zu sein, um kurz vor dem Shooting noch Details zu klären.
— Und zu guter Letzt, wer zu einem Shooting nicht erscheint und nicht die Höflichkeit besitzt, sich vorher per PN, SMS oder Mail zu entschuldigen, sollte mal drüber nachdenke, ob er/sie hier richtig ist. Jeder kann mal verhindert sein, das passiert mir auch, aber man kann dann wenigstens kurz absagen.
Alle drei Punkte, insbesondere aber der letzte, sind absolute No-Gos für mich und verhindern jede weitere Zusammenarbeit!!
Diese Punkte rühren leider aus leidlicher Erfahrung her, die wohl jeder Fotograf schon mal mit Modellen gemacht hat.
Aber, und das ist eben auch wichtig zu sagen, höre ich von vielen befreundeten Modellen, dass Fotografen oft genau so unzuverlässig sind. Nichts für ungut also, wenn ich hier nur aus meiner, der Fotografensicht, berichte.
Im Grunde habe ich sogar noch ein recht gutes Verhältnis, was Zusagen und Absagen angeht. Eventuell liegt das daran, dass ich sehr viel mit Stamm-Models arbeite, die ich in der Zwischenzeit sehr gut kenne und bei denen ich weiß, dass man sich auf sie verlassen kann. Natürlich kommt es auch hier mal vor, dass ein Model ausfällt, das hat dann aber immer nachvollziehbare Gründe und selbstverständlich wird dann auf irgend einem Weg über die Absage und deren Gründe informiert.
Die meisten Ausfälle habe ich mit wirklich neuen Modellen, die sich frisch in einer der Communities, bei mir ist das in der Regel die MK, angemeldet haben und dann kurz vor dem Shooting-Termin Angst vor der eigenen Courage bekommen und einfach nicht erscheinen. Das ist dann nicht nur schade, denn ich beiße nicht, es ist auch nicht nur für mich ärgerlich, sondern auch für meine Studio-Partner, die in der Zeit ja auch hätten shooten können. Und hier, in so einem Fall, hat sich für mich die Zusammenarbeit dann wirklich erledigt, Aus-die-Maus!
Dann gibt es die Fälle, bei denen vorher abgesagt wird, aus nachvollziehbaren Gründen, wie Krankheit oder ähnliches. Das ist dann o.k., es wurde abgesagt, informiert. Kann jedem passieren und ich freue mich dann über eine zukünftige Zusammenarbeit. Wenn dann aber das nächste mal auch wieder abgesagt wird, und ich von anderen Fotografen erfahre, dass das nicht nur bei mir der Fall ist, hat sich eine weitere Zusammenarbeit auch wieder erledigt. Auch als gutmütiger Mensch der ich bin, ich lasse mich nicht gerne verarschen!
Und vielleicht noch ein Hinweis an Modelle die sich hier angesprochen fühlen könnten: Fotografen sind zwar in der Mehrzahl Männer, aber, man sollte es nicht glauben, wir reden tatsächlich miteinander! Ja, auch über unzuverlässige Modelle. 😉
Wie nun, kann man Ausfälle nach Möglichkeit vermeiden?
Ein General-Rezept gibt es dafür nicht. Aber folgende Tipps können helfen:
Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren…. Das Bedeutet, ein paar Tage nochmal beim Model nachfragen, ob alles klar geht
Vorher die Handy-Nummern austauschen, so dass man sich auch kurzfristig erreichen kann (so viel Vertrauen muss im Vorfeld vorhanden sein, um seine Nummer auszutauschen)
nur mit „Echt“ gekennzeichneten Modellen shooten, so ist zumindest sicher, dass es sich um kein Fake-Account handelt, mit dem man ein Termin ausmacht
Wenn es sich einrichten lässt, vorher mal treffen und kennen lernen. Ein Nichterscheinen fällt hier viel schwerer.
Und natürlich Stamm-Modelle für wichtige Shootings buchen
Was ich ablehne sind irgend welche vertraglichen Schadensersatz-Regelungen die im Vorfeld vertraglich vereinbart werden. Da ich die Fotografie als Hobby betreibe, wäre mir ein Aufwand, im Nachhinein den Vertrag durchzusetzen, einfach zu groß. Eine praktizierte Möglichkeit wäre es aber natürlich auch und sollte auf jeden Fall in Betracht gezogen werden, wenn tatsächlich Unkosten, z.B. durch eine Location-Miete, entstehen.
So viel dazu! Fast als Schlusssatz vielleicht noch der Hinweis, dass dieser Artikel auf niemand bestimmtes und vor allem, und darüber bin ich sehr froh, auf kein aktuelles „Ereignis“ zurück zu führen ist. Der Artikel ist schon etwas älter und landet einfach erst jetzt in der Öffentlichkeit.
Ich wünsche auf jeden Fall jedem, egal ob Model oder Fotograf, dass er/sie von möglichst vielen Absagen verschont bleiben wird. Ganz zu vermeiden ist es wohl nie!!
Anfang des Jahres hat ich das große Glück ein schon länger von mir geplantes Projekt umsetzen zu können, ein Shooting in einem Fitness-Studio.
Die Umsetzung war nicht ganz so einfach, schon allein wegen der Location. Ich wollte keines dieser super modernen High-Tech-Studios sondern eines mit Charme und noch richtig Eisen. Zudem wäre ein Shooting bei laufendem Publikums-Verkehr sehr stressig und nicht unbedingt einfach zu bewerkstelligen.
Um so coole, dass Rames gelungen ist, für uns ein super passendes Studio zu organisieren, in dem wir nach Lust und Laune nach „Ladenschluss“ in ruhe shooten konnten. Ganz herzlichen Dank dafür!!
Wir, Rames, Feuerblüte und ich haben das auch weidlich ausgenützt und haben eine tolle Fotostrecke hinbekommen:
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Die Bilder wurden mit mobilen Blitzen ausgeleuchtet, wobei ich darauf geachtet habe, nicht zu viel Licht rein zu hauen, da sonst die Stimmung leicht zerstört worden wäre. Eine weitere Schwierigkeit waren die vielen Spiegel im Raum. Immer wieder habe ich mich selbst auf den Bildern entdeckt, was das finden einer starken Perspektive nicht eben vereinfacht hat.
Bei der Bearbeitung habe ich bei einigen Bilder einen gewissen Old-Style-Look versucht zu schaffen, einige Bilder mit den eher helleren Outfits habe ich wiederum eher heller und klarer gestaltet.
Ach ja, und ein paar blaue Flecken vom Anecken an den Kraft-Maschinen habe ich mir auch eingefangen. Aber man muss halt Opfer bringen. 😉
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