Das Haar in der Suppe…

Thinking-About_HEADER

Ich möchte heute mal eine Frage in die Runde stellen: Sucht Ihr auch das Haar in der Suppe?

Ich nicht, deshalb würden mich die Beweggründe interessieren!

Wie komme ich drauf? Heute hat ein Model ein gemeinsames Bild online gestellt. Cooles Bild, wie ich finde, das ist aber natürlich eine persönliche Wertung, sonst hätte ich es nicht veröffentlicht. Ein Kommentator fand das Bild augenscheinlich auch sehr cool. Zumindest würde ich den Satz so werten:

„Sehr coole Bild, ich musste lange suchen bis ich was finde.“

O.k., da findet also jemand ein Bild erst mal sehr cool. Schön, freut mich. Muss ich dann das Haar in der Suppe suchen, sprich möglichst so lange suchen, bis ich doch noch einen „Fehler“ finde? Im aktuellen Fall wurde dann angemerkt, dass die Erkennungsmarken nicht gestempelt waren und der Lauf der Waffe nicht schwarz war. Sicherlich korrekte Anmerkungen, keine Frage.

Aber mal im Ernst, wenn ich mir ein Bild anschaue, lasse ich es in seiner Ganzheit auf mich wirken und wenn es mir gefällt, gefällt es mir. Ich fühle mich nicht dazu berufen auf jeden Fall einen Fehler zu finden und es meinem „Gegenüber“ wissen zu lassen. Warum auch, das Bild gefällt mir ja. So what…?

Ich merke auch bei anderen wirklich genialen Bildern immer wieder, dass versucht wird auch beim coolsten Bild noch einen Fehler zu finden. Warum?

Hier spreche ich auch nicht von „Hatern“ die den Schöpfer runter machen möchten, ich glaube wirklich, dass die Kommentatoren das Bild cool fanden. Aber aus irgend einem Grund fühlen sie sich auch berufen, das Haar in der Suppe zu finden.

So, jetzt seit Ihr dran, reagiere ich über? Gehört Ihr auch zu den Haar-Suchern und wenn ja, warum?

Was darf ein Bild kosten? [Kommentar]

Im Laufe der Woche  habe ich einen sehr interessanten Blog-Beitrag von dokoupilphotography auf meiner Facebook-Seite verlinkt:

Ich möchte den Beitrag aber doch nicht so ganz unkommentiert lassen. Warum? Nun, in gewisser Weise fühle ich mich in Teilen angesprochen. Denn ich bin einer derjenigen, der für den ein oder anderen Cousin oder guten Freund schon die Hochzeit fotografiert hat. Unentgeltlich, einfach als Geschenk und Gefallen – so zusagen als Freundschaftsdienst. Auch zu anderen Gelegenheiten kommt es vor, dass ich für Freunde mal Bilder mache, die nichts mit meinen sonstigen freien Arbeiten zu tun haben.

Ist das verwerflich? Ich würde sagen nein, denn alle meine „Auftraggeber“ wussten, dass ich nicht der professionelle und geübte Hochzeitsfotograf bin, ebenso wenig wie der Familien-Fotograf. Sie wussten, dass ich keine edlen Hochzeitsmappen zusammen stellen werde und dass mein Studio nichts anderes als ein kleiner Raum irgendwo im Keller eines Bürogebäudes ist.

Als Fotograf der mit der Fotografie sein Lebensunterhalt verdient, sollte man sich also Fragen: Warum schnappen mir immer mehr „Hobby“-Knipser die Arbeit weg?

Das Feedback von meinen Bekannten, Freunden, Cousines u. Cousinen war durchweg immer, dass sie sich bei mir gut aufgehoben gefühlt hatten, dass sie locker sein konnten und dass sie das Gefühl hatten, dass da nicht einer einfach sein Programm runter schraubt und fertig. Die Bilder seien persönlicher und ich hätte mir (bei den Shootings) einfach viel mehr Zeit gelassen.

Mach ich es mir hier zu einfach? Ja, o.k., zugegeben! Ich kenne viele Fotografen die, zumindest zum Teil, ihr Geld mit der Fotografie verdienen und wirklich innovative und tolle Arbeit machen. Auch sie haben es trotzdem nicht leicht und müssen um fast jeden Auftrag kämpfen.

Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass sich Qualität durchsetzt. Nicht bei jedem Auftraggeber, aber bei vielen.

Selbstverständlich frage ich mich aber auch, für wie wenig Geld sich manch ein Fotograf verdingt und ausnutzen lässt, in der Hoffnung, irgendwann doch mal Geld zu verdienen. Zum Verständnis, die Fotografie ist für mich ein Hobby. Ich verdiene und möchte damit auch kein Geld verdienen!

Und ja, auch bei mir platzt die Hutschnur und ich schüttle nur den Kopf, wenn über sogenannte Bürger-Fotografen manch große Zeitung die Kosten für die eigenen Bilder drücken oder sich große Agenturen billigst bei Stockagenturen oder einfach so im Internet bedienen. Keine Frage!!

Was ist Eure Meinung zu dem Thema?

Die 10 No-Go’s bei Models

Wie schon im Beitrag Die 10 No-Go’s für Fotografen angekündigt, hier die aus meiner Sicht wichtigsten No-Go’s für Models:

  1. Unpünktlichkeit
  2. Arroganz und Rumgezicke
  3. Ungepflegte Erscheinung
  4. Nicht einhalten von Absprachen
  5. Lustlosigkeit
  6. Dauerndes rennen zum Handy / Smartphone
  7. Zu große Schüchternheit
  8. Kein Vertrauen in die Arbeit des Fotografen
  9. Meinen, alles besser zu wissen
  10. Nicht erreichbar zu sein (insbesondere vor einem Shooting)

Da ich sehr viel mit den selben Models (Stammmodels) zusammen arbeite, habe ich das große Glück höchsten selten mit diesen No-Go’s belastet zu werden. Und natürlich stellen sie die Sicht des Fotografen meine Sicht dar.

Wie sieht es aus, was sind No-Go’s, die ich hier noch nicht aufgeführt habe? Schreibt sie hier als Kommentar. Ich bin gespannt!

Die 10 No-Go’s bei Fotografen

Hier mal 10, mehr oder weniger ironische, No-Gos die ich bei Fotografen (speziell in der People-Fotografie) sehe:

  1. Beeing Touchy (das Model befingern)
  2. Den Mund nicht aufbekommen
  3. Sich nicht an Absprachen halten
  4. Dem Model nicht genug Freiraum geben (siehe auch 1.)
  5. Unvorbereitet sein
  6. Unpünktlichkeit / Unzuverlässigkeit
  7. Seine Wurzeln zu vergessen / Abzuheben
  8. Sich selbst als das Maß aller Dinge halten
  9. Unfreundlichkeit
  10. Ein schlechter Gastgeber sein

Ach ja, liebe Model, Eure No-Gos kommen nächste Woche auch noch. 😉

Habt Ihr noch weitere No-Gos für Fotografen? Da postet sich doch hier als Kommentar!

Sind Model-Posen lächerlich?

Über eine Forums-Diskussion in der Model-Kartei.de bin ich über dieses Video und die Frage gestolpert, ob Model-Posen lächerlich sind:

Ich bin nicht der Meinung, dass die Posen lächerlich sind. Selbstverständlich sind sie auch nicht realistisch und aus dem wirklichen Leben, dass ist aber auch nicht der Sinn der Posen. Schon immer, bereits in der Antike wurden Posen gewählt, um bestimmte Situation sowie die Figur und Aussage zu unterstreichen und zu betonen.

Im Fall von High-Fashion-Posen (deren Fan ich sicherlich nicht bin), ist der Zweck die überstilisierte Darstellung der Mode und der Modeprodukte. Bei klassischen Akt-Aufnahmen wiederum soll es die Muskelpartien des Models und das Model und die dargestellte Figur besonders ästhetisch darstellen. In beiden Fällen hat das Posing somit seinen Zweck.

Was denkt Ihr darüber? Würde ich wirklich mal interessieren!

Danke Fotocommunity.de – Und Auf Wiedersehen!

Heute ist mein Jahr gesponserter Pro-Account bei der Fotocommunity.de ausgelaufen und ich habe mich entschlossen, ihn nicht zu verlängern. Damit geht für mir doch ein wichtiger Teil meiner „fotografischen Laufbahn“ zu Ende, bin ich doch durch und mit der FC überhaupt erst so richtig mit der Fotografiererei in Berührung gekommen und infiziert worden.

Dafür, dass mit die FC die Welt der Fotografie eröffnet und mir die ersten Kontakte zu Gleichgesinnten, zu Stammtischen und wichtigen Tipps und Anregungen geebnet hat, werde ich ihr immer dankbar sein. Aber wie das eben manchmal so ist, hin und wieder lebt man sich auseinander.

Nicht, dass wir es nicht versucht hätten – durch erneute Anläufe, wieder regelmäßigere Posts, gesponsorte Accounts und vieles mehr. Für mich, der sich nur noch auf die People-Fotografie konzentriert, machte die FC aber zunehmend weniger Sinn. In diesem Bereich der Fotografie gibt es andere Communities, allen voran die Model-Kartei.de, in denen ich eine neue Heimat gefunden habe und die mir zum jetzigen Zeitpunkt das geben können, was mir die FC in den Anfangsjahren gegeben hat – Anregungen, Kontakte, Inspiration und Freunde.

Versteht mich auch bitte nicht falsch, dieser Post soll kein Jammer-Post über die FC sein. Die FC ist für die meisten Bereiche der Fotografie nach wie vor eine ganz hervorragende Plattform und ich kann nur jedem Empfehlen sich dort zumindest umzuschauen. Und wer weiß, eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen, sollte ich mal vom Leute-Knippsen genug haben. 😉

So ist das hier ein wehmütiger, aber notwendiger Abschied! Machs Gut, Fotocommunity.de und Auf Wiedersehen!

„Out of Cam“ – Ein Bewertungskriterium?

Thinking-About_HEADER

Ich sehe in der letzten Zeit immer mal wieder bei Bilder-Postings den Hinweis des Fotografen oder Model, dass das Bild „Out of Cam“ sei oder dass extra darauf hingewiesen wird, dass das Bild nicht bearbeitet sei.

Nun, irgendwie ist das eine Information für ich, welche die Welt nicht braucht. Ich meine, was will man mit so einem Hinweis sagen? Im Ernst, frage ich mich jedes mal!

Möchte sich der Poster für ein weniger tolles Bild von vornherein entschuldigen? Warum aber überhaupt ein Bild veröffentlichen, wenn man nicht dahinter steht?

Oder ist der Poster der Meinung, dass es ein Qualitätskriterium ist, Bilder nicht zu bearbeiten und diese dann trotzdem toll aussehen? Ja, o.k., natürlich kann man bei einem unbearbeiteten Bild die Qualität des reinen Fotografierens besser beurteilen. Allerdings war das reine Fotografieren schon im Analog-Zeitalter nicht der letzte Schritt im Gesamtprozess ein Bild für die Öffentlichkeit fertig zu stellen. Im Zeitalter des digitalen Zeitalters gehört meiner Meinung nach ein gewisses Postprocessing einfach zum Gesamtschöpfungsprozess einer guten digitalen Fotoarbeit. Wie weit eine solche digitale Bildgestaltung geht, hängt weniger von einem „Qualitätskriterium“ ab, sondern viel mehr von der Intention des Digitalkünstlers, was er den Betrachtern liefern möchte.

Nicht selten habe ich den Eindruck, dass sich so manche „Fotografen“ mit einem Hinweis „Out of Cam“ eine möglichst positive Ausrede schafft, um sich nicht mit der zeitraubenden Bildbearbeitung beschäftigen zu müssen. Oder, um es anders auszudrücken, sie möchte damit Ihre Defizite in ein positiven Aspekt umwandeln.

So, jetzt bin ich gespannt auf Eure Meinung! Bin ich da zu kritisch, ist „Out of Cam“ eurer Meinung nach ein Qualitätskriterium? Lasst hören!

Gemeinsam für Netzneutralität

Gemeinsam für Netzneutralität

Gemeinsam für Netzneutralität

In einer gemeinsamen Kampagne gehen der Vereine D64 (Zentrum für digitalen Fortschritt) und Digitale Gesellschaft gegen die Aushöhlung der Netzneutralität vor bzw. treten für die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität ein.

Ich möchte jetzt hier nicht in das Telekom-Bashing der letzten Tage einstimmen, da ich glaube, dass die Telekom nur der erste große Konzern war, der sich aus der Deckung gewagt hat. Um so schlimmer aber die Gefahr, die durch eine immer stärkeren Aufweichung der Netzneutralität ergibt.

Ich für meinen Teil möchte kein Zweiklassen-Internet in dem manche Teile der Bevölkerung benachteiligt oder kleine Startups benachteiligt werden, weil sie keinen der großen Konzerne für eine schnellen Zugang bezahlen können.

Aus diesem Grund unterstütze ich die Kampage!

Ihr wollt auch mitmachen? Hier findet Ihr Bildmaterial und weitere Infos: http://echtesnetz.de/

Wer von den Lesern denkt denn, dass er von einer Einschränkung der Netzneutralität betroffen wäre?

Die Sache mit Adobe CC …

Bildschirmfoto 2013-05-08 um 15.27.52Im Moment wird heiß diskutiert  was für eine tolle Errungenschaft oder absoluter Schwachsinn den die Adobe Creative Cloud oder kurz CC nun ist.

Von vielen schon als „Creative Clown“ bezeichnet, möchte ich mal mein eigenes Licht auf das Thema werfen. Ich nutze die Photoshop-Version von Adobes Abo-Service nun schon erfolgreich und gerne seit ein paar Monaten. Alles überhaupt kein Thema, ich war froh, endlich eine aktuelle Version von Photoshop zu haben, ohne einen riesen Euro-Brocken auf einen Schlag latzen zu müssen.

Gut, ich hatte der Vorteil, dass ich bisher nur mit einer sehr alten Studentenversion und/oder Elements gearbeitet habe. Als ich da aber heraus gewachsen war, kam mir die Option, Photoshop in monatlichen Raten zahlen zu können, ganz gelegen.

Allerdings schreckte mich etwas ab, dass das wohl „In the Cloud“ sein sollte, was ich für Quatsch hielt. Bis ich gemerkt habe, dass der in zwischen in der IT inflationär missbrauchte Begriff Cloud auch hier nur ein Marketing-Gag ist. In Wahrheit installiert man Photoshop, auch das kommende Photoshop CC, ganz normal auf seinem Rechner. Das einzige Cloudige an der Geschichte ist, dass man die Software halt online runter läd (was früher auch schon eine Option war) und man zusätzlich halt noch einige GB an Online-Diskspace bei Adobe bekommt, um seine Files z.B. zwischen versch. Rechnern synchronisieren zu können. Zudem muss man mindestens einmal im Monat online sein, damit Adobe checken kann, ob man noch zur Nutzung der Software berechtigt ist.

Übrigens ist der Online-Speicher wirklich ausgesprochen flott und gerade zum Austausch größerer Files wesentlich schneller und damit besser geeignet als z.B. Dropbox. Ich nutze den Online-Speicher deshalb recht gerne als Ergänzung zu meiner ohnehin vorhandenen Dropbox.

Soviel zu meinem persönlichen User-Case bei dem Adobe CC sehr gut gepasst und mir persönlich sehr entgegen gekommen ist.

Kritisch zu sehen sind aber sicherlich einige Aspekte was das Vorgehen von Adobe u. die Archivierbarkeit von PSDs angeht!

Zum einen sieht die Kosten-Nutzenkalkulation sicherlich schon ganz anders aus, wenn man schon im Besitz einer einigermaßen aktuellen Photoshop-Version ist und möglicherweise überhaupt nicht den Bedarf an regelmäßigen Update sieht. Zusätzlich mag es für so manchen geschäftlichen Einsatz lukrativer sein, zu einem bestimmten Zeitpunkt die Investition eines Kaufs zu tätigen, anstatt immer wieder jeden Monat Betrag X zahlen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass ein Zwang, in ein anderes Bezahlmodell wechseln zu müssen, grundsätzlich zu einem Aufschrei führen wird.

Gerade im eher konservativen Deutschland ist das Thema Miet-Software nach wie vor sehr heikel zu sehen. Auch viele Semi-Profi-User haben lieber einmal eine Volllizenz in der Hand, ohne laufende Fixkosten, auch in Zeiten, in denen es einem manchmal nicht so gut geht.

Wesentlich kritischer sehe ich das Argument einer befreundeten Künstlerhin hinsichtlich eines langfristigen Zugriffs auf die eigene, mit Photoshop geschaffene Kunst. Man erstellt aktuell mit der gemieteten Software seine Grafiken, Photo-Werke, sein digitales Herzblut, kann aber nur so lange darauf zugreifen, so lange man dafür zahlt. Was aber, wenn man in ferner Zukunft nicht mehr dafür zahlen kann, auf Grund von Arbeitslosigkeit, Ruhestand usw.? Oder, langfristig auch nicht von der Hand zu weisen, was ist, wenn Adobe plötzlich vom Markt verschwinden sollte, die Software dann, mangels Connection zum Aktivierungsserver nicht mehr aktiviert werden kann? Oder man möchte neue Versionen überhaupt nicht, weil sie dem eigenen Workflow nicht entgegen kommen, wie lange bleibe alte Version aktivierbar.

Ganz davon abgesehen, liefert man sich mit einem Abo-Modell immer auch der Preispolitik des Herstellers aus. Und gerade Adobe hat sich hier in der Vergangenheit nicht eben mit Ruhm bekleckert. Hat man eine Software gekauft, muss man neue Preise nicht mitgehen, man kann aber noch immer auf seine Werke zurück greifen. Im Abo-Modell ist das nicht der Fall. Will man neue Monats-Preise zukünftig nicht mitgehen, muss man kündigen. Dann wird aber auch die Software abgeschaltet und ein Zugriff auf die eigenen Werke ist nicht mehr möglich.

Fazit: Ich sehe den Abo-Zwang, den Adobe einführt als sehr kritisch an. Ich persönlich kann damit leben, für viele aber ist Adobe Creative Cloud aber ein sehr schlechter Witz und aus mancher Perspektive zurecht. 

Weitere Meinungen:

BrownzArt – Photoshop CC – Erfahrungsbericht

Im Tagesgespräch: Adobe stellt die Creative Suite ein (…)

Online Petition gegen Adobe CC

Adobe wechselt in die Cloud

Magistus

AD&D - Magistus Magica - Daher kommt mein KünstlernameIch werde immer mal wieder gefragt, wie es denn zu meinem Foto-Namen „Magistus“ kommt und was der Name für eine Bedeutung hat.

Nun, für mich steht Magistus erst mal für eine tolle Zeit rund ums Abi und noch weit drüber hinaus. Einer Zeit, als für mich Fotografie nicht anderes als Ritsch-Ratsch-Urlaubsknipserei war und ich den Großteil meiner Zeit mit Computerspielen und Fantasy Rollenspielen verbrachte. Übrigens das alte Rollenspiel, AD&D als Pen&Paper, sprich nicht vor dem Computer.

Wir saßen damals meist zu sechst jeden Samstag um den Tisch und haben bis tief in die Nacht Orks geschlachtet, Rätsel gelöst und um das Leben unserer Charaktere gekämpft. Was für ein Spaß!

Und von eben dort kommt auch Magistus. Einer meiner liebsten Charaktere, wie fast immer ein Magier, hieß Magistus, eigentlich Magistus Magica. Eine Herleitung aus Magister u. Magier. Nicht wirklich originell, hat sich bei mir aber als positive Wortschöpfung eingeprägt.

Tja, und als ich mir für die Model-Kartei.de einen User-Namen ausdenken musst, kam mir Magistus als erstes in den Sinn. Nach wie vor kann man damit spielen, was den Wortursprung angeht. Zudem ist es kein „normaler“ Name, so dass Verwechslungen eher unwahrscheinlich sind. Und so begleitet mich der Name von „Damals“ noch heute. Und wieder in Verbindung mit einem meiner liebsten Hobbies, nur jetzt eben die Fotografie.

Übrigens bin ich fest davon überzeugt, dass mich das Rollenspiel auch heute noch sehr stark in dem beeinflusst, was ich fotografisch inszeniere (Fighter, Fantasy, …) u. insbesondere beim Composing.

Der Sinn von Composings

Making-Of - Vorher Nacher Bildbearbeitunga

PSE_PSE_20121228__MAL1593_by-MagistusFoto

Ich bin vor kurzem gefragt worden, warum ich denn dazu übergegangen bin, nur noch extreme Bearbeitungen zu machen? Gemeint waren hier Composing-Bilder wie z.B. Dark Seduction. Eine gerechtfertigte Frage, auch wenn sie nicht ganz einfach zu beantworten ist. Ein paar Gedanken dazu habe ich mir dennoch gemacht.

Bei der Bildbearbeitung geht es mir so, wie vielen anderen auch. Am Anfang der Fotografie habe ich die Bearbeitung nur als notwendiges Übel angesehen und kann mich mit Photoshop so gut wie überhaupt nicht aus. Mit zunehmender Arbeit und Interesse an der People-Photography habe ich mir dann Schritt für Schritt weitere Kenntnisse angeeignet.

Schon immer habe ich Bilder eher entsättigt, im Extremfall soweit wie z.B. bei Jeans & Chair, mit Composings habe ich allerdings erst sehr spät angefangen. Nicht, weil  mir das nicht gefallen hätte, sondern aus dem einfachen Grund, weil ich es nicht so gut hätte machen können, dass ich damit zufrieden gewesen wäre.

Jetzt habe ich für mich persönlich das Gefühl, dass mir meine Arbeiten gefallen und „sie sich sehen lassen können“, etwas zu können, sollte aber nicht gleich bedeutend damit sein, es auch tun zu müssen.

Damit möchte ich sagen, dass eine Bildbearbeitung auch in der Tat sehr schnell zu viel sein kann. Wo da jeder seine Grenze zieht, ist bei freien Arbeiten natürlich jedem selbst überlassen.

Für mich bedeutet eine Bildbearbeitung immer ein gewisses Maß an Beauty-Retouche, etwas entsättigen (natürliche Bilder wie Simply Natural gibt es bei mir nur sehr selten) und ein wenig an den Kontrasten schrauben. Mehr hängt vom Bild und Thema ab.

Composings wende ich dann an, wenn ich damit den Charakter und die „Aussage“ eines Bildes positiv beeinflussen bzw. unterstreichen kann. Wie im Beispiel oben, finde ich es super spannend, mit einem passenden und coolen Hintergrund das Bild noch ein Stück weiter zu pushen bzw. die Stimmung, in dem Fall das morbid-romantische Vampir-Thema, noch zu unterstreichen und überhaupt erst so richtig zu erzeugen.

Ich weiß in der Regel genau wie ein Bild in einer Gesamt-Gestaltung aussehen soll und wie eine Pose, passend zu einem Hintergrund, stehen muss und von wo das Licht kommen soll, um ein Gesamt-Composing überhaupt zu ermöglichen. Nicht selten habe ich dabei ein Bild im Sinn, was sich in der Realität, egal ob im Studio oder onLocation, nur sehr schwer verwirklichen lassen würde. Mit der Bildbearbeitung stehen dann aber diese Welten offen, der Fantasy sind maximal die Grenzen der eigenen Fähigkeiten gesetzt. Und es macht unheimlich Spaß, diese Grenzen weiter auszureizen.

Denn ohne Bildbearbeitung wäre ein Bild wie unsere Homage an Sucker Punch nie möglich gewesen:

Fighting Baby - Composing in reminiscence to the Sucker Punch movie inspired by one of the movie posters with baby girl posing in her school uniform with a samurai sword and a gun with a temple in the background - Artwork © by Magistus - Background © Mikhail Markovskiy (temple) & dragonxxl (Mech) - Fotolia.com
Fighting Baby – Sucker Punch Composing – Artwork © by Magistus – Background © Mikhail Markovskiy (temple) & dragonxxl (Mech) – Fotolia.com