Technik: RAW-Bearbeitung

Nach dem ich jetzt bereits seit gut einem halben Jahr Besitzer von Adobe Lightroom bin und vom Programm und dessen Möglichkeiten überzeugt bin, gibt es für mich noch weniger Gründe, meine Fotos nicht in RAW zu fotografieren.

Mit Bildern im RAW-Format (bei Nikon NEF) hat der Fotograf auch im Nachgang einfach weit mehr Möglichkeiten seine Bilder zu beeinflussen und wirklich „zu entwickeln“.

Hat man den falschen Weissabgleich eingestellt oder die Automatik hat versagt, in RAW kein Problem, der Weissabgleich kann im Nachhinein, also bei der Entwicklung, eingestellt werde. Ist das Bilder etwas zu dunkel geraten, kein Problem, um die drei Blenden sind immer noch drin. Und hier könnte man noch ewig weitermachen.

In der Vergangenheit hat mich natürlich ganz klar gestört, dass ich meine Bilder nicht direkt anschauen konnte und die RAW-Bearbeitung immer vorher erfolgen musste. Spätestens mit Lightroom oder ähnlichen Programmen gilt das aber nicht mehr. Lightroom zeigt die RAW-Bilder in fast der gleichen Geschwindigkeit an wie JPEGs und über nimmt eine erste Vorverarbeitung (wenn das gewünscht wird).
Und als Mac-User kommt natürlich noch hinzu, dass Mac OS 10.4 RAWs direkt unterstützt, man diese also sogar mit dem normalen Viewer anschauen kann.

Eine schöne Zusammenfassung zu den ersten wichtigen Schritten in Lightroom findet man bei Schroeder Photography.

O.K., es gibt auch Nachteile, die Bilder sind natürlich ein gutes Stück größer, bei meiner Nikon D300 um die 13 MB bei verlustfreier NEF-Komprimierung. Trotzdem, das nehme ich bei den heutigen CF-Card-Preisen in Kauf.

Der Größte Nachteil ist meiner Meinung nach der nicht vorhandene RAW-Standard, sprich alle Kamera-Hersteller haben ihre eigenen Formate (oft sogar von Kamera zu Kamera unterschiedliche). Dabei kann es natürlich leicht zu inkompatibilitäten , spezielle in der Zukunft bei „alten“ Bilder kommen. Aus diesem Grund unterstützte ich die OpenRAW-Initiative, in der Hoffnung, dass sich das eben beschriebene Problem in der Zukunft erledigt haben wird.

Bei Wikipedia gibt es auch einen ausführlichen Artikel zum Thema Rohdatenformat in der Fotografie.

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